Posts mit dem Label Preview werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Preview werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Preview - Die Kameliendame

Freitag, 28. März 2014

Der electro-klassische Remix nach dem Roman von Alexandre Dumas dJ wird am Dienstag, 8. April in der BlackBox uraufgeführt.

In seiner ersten Regiearbeit am Landestheater Linz setzt sich Philip Krückemeier mit der Kameliendame auseinander. Auf die Bühne der BlackBox wird allerdings nicht Dumas' Bühnenfassung gebracht, sondern Krückemeiers ganz eigene Version. Der Zugang den er gefunden hat, lässt sich am besten so beschreiben: Ein Abend darüber, wie man die Kameliendame erzählen könnte. Das Stück ist durchkomponiert wie eine Art Operette. Krückemeier hat das Libretto verfasst, der Roman gab nur Handlung und Figuren vor, Dennis Le Rose die Musik komponiert - mit "sovielen Klischees wie möglich" und Disneysound - Björn Büchner steuert die "electro"-Komponente des Remixes bei und agiert als DJ, der die klassischen Elemente mit Technobeats abschmeckt. Damit erübrigt sich eigentlich die Frage, ob es Anleihen bei La Traviata gibt: "Jeder kennt Verdis Oper und diese naive Liebesgeschichte. Da stellte ich mir die Frage, wie man mit diesem Mythos umgeht", so Jung-Regisseur Krückemeier. Ganz schnell sei er zum Entschluss gekommen, das Werk zu entmythologisieren und zu ironisieren. Eine Erzählerin kommentiert die Geschehnisse und erklärt den Figuren und dem Publikum das Stück.

Stückinfo & Termine

Preview - Die Wiedervereinung der beiden Koreas

Montag, 27. Januar 2014

Die Wiedervereinung der beiden Koreas ist das jüngste Stück des französischen Autors und Theatermachers Pommerat. Uraufgeführt wurde es im Frühjahr 2013 im Pariser L'Odéon (Intendant: Luc Bondy). Zeitgleich mit dem Landestheater Linz hatte sich auch das Schauspiel Frankfurt um die Deutschsprachige Erstaufführung bemüht. Pommerat entschied sich für das Landestheater Linz, das bereits zum dritten Mal eines seiner Stücke auf den Spielplan setzt. Frankfurt folgt im Herbst mit der Deutschen Erstaufführung.

Schauspieldirektor Gerhard Willert inszeniert diesen "Reigen" über die Unmöglichkeit und Unwahrscheinlichkeit der Liebe mit 5 Schauspielerinnen und 4 Schauspielern. Der Titel wecke per se viele Erwartungen, "Kim Jong Un kommt jedoch nicht vor," so Schauspiel-Dramaturg Matthias Döpke. Vielmehr gehe es um "Liebe in ganz ungeheuerlichen Situationen, die diesen Titel rechtfertigen." Regisseur Gerhard Willert ergänzt: "Der Titel macht natürlich ein weites Feld auf und entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie." Es sei eine "Bestandsaufnahme dessen, wo wir heute stehen". Anhand der "kleinsten sozialen Einheit" (Brecht) wird der Begriff Liebe in all seinen Facetten untersucht. Was zum Teil ein sehr hohes Überraschungs- und Komikpotenzial hat.
Florian Parbs hat ein bi-frontales Bühnenkonzept für die variantenreiche BlackBox entwickelt. Zur bestehnden Zuschauer-Tribüne wird es eine "Gegentribüne" geben. Gespielt wird in der Mitte zwischen den Zuschauerblöcken.
Silke Fischer kleidet die DarstellerInnen in schwarz/weiß. die Kostüme sind in einem sehr heutigen, zeitgenössischen Kosmos verortet.

Premiere am Freitag, 31. Jänner 2014, 20.00 Uhr in der BlackBox, Musiktheater am Volksgarten

Stückinfo & Termine

Preview - Eine Woche voller Samstage

Donnerstag, 14. November 2013

Verwünscht. Für all jene, die das Kinderkriegen erfolgreich hinter sich gebracht haben und nun bereits für Freizeitbeschäftigung der ab 6-Jährigen Sorge tragen, ist die folgende Premiere ein Pflichttermin: Eine Woche voller Samstage! Der Kinderbuchklassiker von Paul Maar wird gemeinsam mit dem 3. Jahrgang des Schauspielinstituts der Anton Bruckner Privatuniversität auf die Bühne gestellt. Vom schüchternen Herrn Taschenbier, den das Fantasie-Wesen Sams aus dem grauen Alltag reißt, bis zur strengen Frau Rotkohl gibt es allerlei liebenswürdige Figuren im Stück. Das Sams garantiert größten Märchenspaß und punktet dabei bei der ganzen Familie.

Premiere 17. November 2013, 15.00 Uhr, Kammerspiele

Stückinfo & Termine

Preview - Babytalk



Kinder-Kriegen. Peter Lunds Kinder-Krieg-Musical Babytalk präsentiert sich als intimes Kammerspiel im allerbesten Sinn. Kleines Team, große Gefühle, Hintergründiges, das leichtfüßig daherkommt. Das macht einen riesengroßen Spaß bis sich plötzlich das Drama einschleicht und das Stück beweist, dass es zu unterschiedlichen Gefühlstemperaturen fähig ist. Und das alles wird von der herrlich, picksüßen Musik Thomas Zaufkes transportiert.
Eine große Empfehlung für alle Eltern, alle werdenden Eltern und jene, die noch an den Pro/Contra-Listen schreiben.

Premiere 16. November 2013, BlackBox Musiktheater

Stückinfo & Termine

Preview - Das Rheingold

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Tarnkappe runter, jetzt wird der „Ring“ enthüllt. Am Samstag, 26. Oktober 2013 wird neben dem österreichischen Nationalfeiertag auch die Premiere von Das Rheingold gefeiert.

Regisseur Uwe Eric Laufenberg hat die Inszenierung der gesamten Ring des Nibelungen-Tetralogie in die Hand genommen und sich damit laut eigener Aussage „einen Lebenstraum erfüllt“. Der Theatermacher denkt Walküre, Siegfried und Götterdämmerung schon beim Vorabend, dem Rheingold mit und sieht die vier Opern ganzheitlich. Zwei wichtige Eckpunkte des Konzepts sind Mythos und Moderne. Seine Aufgabe als Regisseur des 21. Jahrhunderts sieht Laufenberg darin, dem Gesamtkunstwerk, das Richard Wagner vorschwebte, Rechnung zu tragen. „Ich versuche Komposition, Musik, Wort, Ausdruck, Literatur zusammenzubringen.“ Er habe auch den Ehrgeiz „Musik sinnlich erlebbar und sichtbar zu inszenieren“ und nehme Wagner ernst. Im besten Falle, solle man von seiner Regie „nichts merken“, gibt er sich kokett bescheiden. „Werktreues Regietheater?“, stellt Wolfgang Haendeler, der leitende Musiktheaterdramaturg, launig in den Raum. Fest steht, der Linzer-Ring wird traditionell und modern zugleich sein.

Auch im Bruckner Orchester läuft alles rund. „Mir hat die Produktion sehr viel Freude bereitet“, subsumiert Chefdirigent Dennis Russell Davies. Nach etlichen Versuchen wurde die optimale Orchesteraufstellung im Orchestergraben erreicht, um den idealen Klang für alle Plätze im Großen Saal zu gewährleisten. Die Sängerensembles seien „ausgezeichnet“, so Davies. Nur für Wotan, Loge und Alberich sind im Rheingold Gäste engagiert. Auch für den Opernchef geht ein Wunsch in Erfüllung, „dieses Werk endlich einmal zu Hause aufführen zu können.“


Preview - Dido und Aeneas

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Love hurts! Daniela Kurz, Inszenierung und Ausstattung der Oper Dido und Aeneas, die am 25. Oktober Premiere hat, hat sich die Verwendung der BlackBox und BlackBox Lounge im Untergeschoß des Musiktheaters als Bühne für experimentelle Formate zu Herzen genommen. Das raumgreifende Konzept ermöglicht eine offene Inszenierung, die gleich vier verschiedene Publikumssituationen vorsieht. "Als Intendant Rainer Mennicken mir von diesem Bühnenraum erzählte wusste ich, dass wir den Zuschauern in der BlackBox ein anderes Opernerlebnis anbieten können, als jenes im Großen Saal", so Daniela Kurz. Bereits der installationshafte Charakter der Einlasssituation ließe es zu, dass der Zuschauer, sobald er den Raum betritt, Teil des gesamten Bühnengeschehens werde. So erhält das Publikum auch die Möglichkeit, in diesen "vor jeder Vorstellung heiligen Ort, einen Raum der höchsten Konzentration und Leistung" einzutreten und diese Atmosphäre aufzusaugen.

Ein Anliegen, das Daniela Kurz sehr wichtig ist, und das sie auch bereits in ihrer Inszenierung Orphée am Landestheater Linz praktizierte, ist das Verschmelzen der Sparten. Am Theatermachen im 21. Jahrhundert interessiere Kurz "das Miteinander aller Sparten". So sind neben Sängern und Musikern auch Tänzer mit von der Partie. "Es war eine große Freude im Probenprozess, eine gemeinsame Sprache der Tänzer und Sänger zu entwickeln", so Kurz, die ursprünglich aus dem Tanztheater kommt.

"Für die Lateiner unter uns, dürfte die Geschichte von Dido und Aeneas bekannt sein", leitet Dramaturg Thomas Barthol ein. In aller Kürze sei sie dennoch noch einmal erzählt: Dido, die Königin von Karthago brachte ihre Stadt zu großem Reichtum und etablierte sie als Wirtschaftsmacht. Der Liebe hat sie allerdings abgeschworen. Als Aeneas aus Troja flieht, kommt es zum Unausweichlichen: Mezzo-Sopran und Bariton treffen aufeinander und verlieben sich. In der Oper ist es eine missgünstige Zauberin, die Dido zerstören will und der es schließlich durch eine List gelingt, Aeneas von Dido wegzuschicken. Aus Verzweiflung über den Verrat ihrer Liebe, wählt Dido den Freitod.
Diese reichhaltige Geschichte wird in hoch-essenziellen Passagen erzählt und auf den Punkt gebracht. Für Daniela Kurz ist Dido und Aeneas "zeitlos und dadurch zeitgenössisch, ohne Manierismen".

Stückinfo & Termine

Preview - Schwanengesang

Freitag, 4. Oktober 2013

Das Landestheater Linz begrüßt in dieser Saison seine neue Ballettdirektorin Mei Hong Lin! Nach dem plötzlichen Tod Jochen Ulrichs im November 2012, folgt die ehemalige Ballettchefin des Staatstheaters Darmstadt nach. Mei Hong Lin stellt sich dem Linzer Publikum am Samstag, 12. Oktober 2013 mit ihrem Ballett Schwanengesang im Großen Saal des Musiktheaters am Volksgarten vor.

Die gebürtige Taiwanesin arbeitet in Linz mit 18 fixen TänzerInnen, einige hat Lin aus Darmstadt mitgenommen, andere sind dem Linzer Publikum aus Jochen Ulrichs Kompanie wohlbekannt. "Dass die beiden Ensembles zusammenfinden, braucht etwas Zeit," so Mei Hong Lin. Dies sei eine stilistische Frage, "aber wir sind auf einem guten Weg".

Übrigens: Andressa Miyazato, eine der Tänzerinnen, die Mei Hong Lin nach Linz gefolgt ist, wurde gerade im Jahrbuch Tanz 2013 für die Titelrolle in Lala auf der Couch zur Tänzerin des Jahres nominiert!

Schwanengesang basiert auf Georges Rodenbachs Roman "Bruges-la-morte" aus dem Zeitalter der Décadence. Das Buch, in dem jeder Satz mit Symbolen gespickt sei, hat Mei Hong Lin sehr stark inspiriert. "Die Sätze gaben mir reiche Bilder, die ich als Choreografin sehr gut auf der Bühne umsetzen kann", reflektiert sie über den Schaffens-Prozess. Die Bühne, ein Kunstraum, beschreibt sie als "schlicht und streng". Sie habe sich eine Schwarz/Weiß-Film Ästethik gewünscht. Die Musik wurde von Michael Erhard komponiert und weist sowohl jazzige als auch klassische Elemente auf, die Live von einer Sechs-Mann Band unter dem Musikalischen Leiter Nebojša Krulanović gespielt werden.

Stückinfo & Termine

Preview - Schlimmes Ende

Der u\hof: Theater für junges Publikum wird 15! Am 10. Oktober 1998 feierte die junge Sparte des Landestheaters Linz mit Geheimnisse im Drachenwald ihren Einstand.

15 Jahre und 85 Produktionen später öffnet der u\hof: am 11. Oktober 2013 um 19.30 Uhr seine Pforten im OÖ Kulturquartier mit der Österreichischen Erstaufführung des LIVE Hörspielerlebnisses Schlimmes Ende nach dem Roman von Philip Ardagh.

Als "Jubiläumsstück" hat u\hof:-Chef und Regisseur John F. Kutil ein neues Format ausgewählt. Das "LIVE Hörspiel". "Ich finde es schön, dass man wo einfach mal zuhören muss", so Kutil. Eine konkrete Frage beim Inszenieren war "wo gebe ich optische Reize, wo kann man sich zum Beispiel an einem Requisit "anhalten" und wo höre ich einfach nur zu." Ein wichtiges Element um die gruselige, skurrile Geschichte von Eddie Dickens, dessen Eltern an einer schrecklichen Krankheit leiden - sie sind gelb, wellig an den Rändern und stinken nach alten Wärmflaschen -, erlebbar zu machen, sind Geräusche. Diese kommen von Musiker Wolfgang Wodo Gratt, der auch auf der Bühne zugegen ist und die Soundkulisse live und analog erzeugt. Dabei hat er "in die alte Trickkiste der Geräuschemacher" gegriffen. Um den optischen Rahmen für das Hörspiel hat sich Julia Edlmair gekümmert. Sie hat ein Tonstudio mit Selfmade-Charakter geschaffen, das sich wunderbar in die u\hof: Gegebenheiten integriert.

Stückinfo & Termine

Preview Pariser Leben

Dienstag, 23. Oktober 2012

Vive la France!
Mit seinem 1866 entstandenen Pariser Leben hat Jacques Offenbach eine vergnügliche, heiter-frivole Operette geschaffen, die vor Fantasie geradezu überbordet. Der richtige Stoff für die quirlige Regisseurin Adriana Altaras, wohlbekannt aus ihrer erfolgreichen Inszenierung von Rossinis La Cenerentola, die in der Saison 2010/11 am Landestheater lief. „Ich bin ein Offenbach Fan“, outet sie sich beim Presseinformationsgespräch im Großen Haus. Er sei „anarchisch und benimmt sich, als ob er die Operette auf die Schippe nimmt“, beschreibt sie ihre Offenbach-Rezeption. Immerhin gilt Offenbach ja als Gründer des Genres Operette. Dass er „frech mit dem Genre spielt“, mache seine Werke mitunter „frischer als manche Wiener Operette“, geht Dramaturgin Julia Zirkler d’accord. Was man von ihrer Inszenierung erwarten solle? „Ich brauche Baguettes auf der Bühne und einen Eiffelturm!“ Es reize die Regisseurin, sich mit der Frage zu beschäftigen, „wie man Opern und Operetten in die heutige Zeit überträgt“.

Bei Pariser Leben ist dabei auch die neue Textfassung von Wolfgang Böhmer sehr hilfreich, die sehr geistreich und humorvoll sei. Die Anzüglichkeiten sind nach wie vor dabei. Allerdings gäbe es „keine Nackten auf der Bühne - was wir alle sehr bedauern“, scherzt Altaras. Selbstverständlich ließe sich Erotik aber auch anders zeigen. Wir sind gespannt! Premiere am Landestheater ist am Samstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr im Großen Haus.

Stückinfo & Termine

Preview - Die sieben Todsünden und Zaubernacht

Montag, 8. Oktober 2012

Ein Pressegespräch der besonderen Art fand heute im Unteren Vestibül der Linzer Kammerspiele statt. Very special Guest: Marianne Faithfull!

Bei der heutigen Pressekonferenz verkündete Intendant Rainer Mennicken, dass die Ballett-Premiere aufgrund einer Erkrankung des Ballettdirektors Jochen Ulrich ohne diesen stattfinden muss. "Wir sind eine solidarische Gemeinschaft am Theater und haben die Arbeit an Die sieben Todsünden und Zaubernacht in Jochen Ulrichs Sinne weitergeführt",  so Mennicken. Ulrich hatte bereits vor über einem Jahr mit den Arbeiten an diesem Ballettabend begonnen, "diese Linien, die er vorgegeben hat, wurden durch das Team weitergezeichnet", erklärt Intendant Mennicken. Die Aufgabe den Abend zu Ende zu gestalten hat Tänzer und Choreograf Fabrice Jucquois übernommen, den eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit mit Jochen Ulrich verbindet.

Für die Besetzung der Sängerin ist dem hochkarätigen Leading-Team aus Bruckner Orchester-Chefdirigent Dennis Russell Davies und Ballettdirektor Jochen Ulrich ein Coup der besonderen Art gelungen: Marianne Faithfull, ihres Zeichens Pop-Ikone, Filmstar, Rockstar-Muse und nicht zuletzt renommierte Weill-Interpretin, wird als „Anna I“ am Landestheater Linz zu erleben sein. "Es ist eine exorbitante Sache, dass sie für die Proben und die Vorstellungen zur Verfügung steht", freut sich Mennicken.

Einmal mehr war Bruckner Orchester Chefdirigent Dennis Russell Davies der Kontaktmann, der Faithfull vor einigen Jahren bei einer Veranstaltung in New York City kennengelernt hatte. Nach gemeinsamen konzertanten Auftritten mit dem Bruckner Orchester Linz, markiert das Ballett Die sieben Todsünden die erste szenische Zusammenarbeit. "It's a dream come-true", schwärmt Marianne Faithfull im Rahmen des Pressegesprächs.

Auf die Frage was ihre persönliche „Todsünde“ sei, sagt sie: „Pride“, der Stolz. „After I got busted by the FBI and the MI 5 [Marianne Faithfull stand in den 1970ern wegen Drogenbesitzes unter Verdacht; Anm.], I needed pride to come back, to get better and better and to accomplish what I wanted”, reflektiert sie. Über die Produktion und ihre Zeit am Landestheater Linz: “The cast, Fabrice Jucquois, Gottfried Pilz, the orchestra - everybody is wonderful“. Über ihre Figur Anna I:  “I like strong female characters and Anna is a very strong woman - though not always in a nice way.” Über ihr Schwalbentattoo am Handgelenk: „I had it done when I was 19 years old. It means freedom.” Und nervös ist die Lady noch vor jedem Auftritt: “I’m still nervous anytime I go on stage but I think it’s a good thing, because it makes you more alert.” Zu Österreich fällt ihr ein: “I love the culture and the gentleness about Austria.” „Austria is a very friendly and elegant place.“ Und etwas Weltlicher: „And the food!“

Stückinfo & Termine

Preview – „Theatersport“ und „Stella“

Montag, 1. Oktober 2012

Es ist Herbst und die Premieren schießen am Landestheater Linz derzeit aus dem Boden wie die Schwammerl. Kommenden Samstag, 6. Oktober heißt es Anpfiff für Theatersport -  Impro-Theater mit dem u\hof: Theater für junges Publikum und Landestheater Schauspielern in den Kammerspielen. Am Folgetag wird Stella, eines von Goethes frühen Werken im Eisenhand aufgeführt. In den Presseinformationsgesprächen verrieten die künstlerischen Leitungsteams schon allerhand  Hintergrundinfos:

Spontan sein ist alles! Und deshalb eröffnet u\hof: Chef John F. Kutil die u\hof: Theater für junges Publikum-Saison mit der Improvisations-Show Theatersport. "Wir spielen klassischen Theatersport mit zwei Mannschaften, die gegeneinander antreten im Improvisieren", so Kutil, der selbst als "Urgestein" in diesem Theatergenre gilt und seit mehr als einer Dekade in verschiedenen Impro-Kollektiven mitgewirkt hat. Ein Argument Theatersport auf den Spielplan zu setzen war, "eine Impuslveranstaltung für diejenigen zu sein", die noch nicht mit dieser speziellen Form von Bühnenshow in Berührung gekommen seien.

Auf der Bühne stehen die vier u\hof: Ensemblemitglieder Sabrina Rupp, Markus Pendzialek, Wenzel Brücher und - neu im Team - Katharina Stehr. Mit dabei sind auch Angela Šmigoc und Manuel Klein aus dem Schauspiel-Ensemble. John F. Kutil: "Beim Theatersport sind dieselben Theatergesetze einzuhalten um zu einer guten Szene zu kommen." Improvisation sei ein "gutes Handwerkzeug für jeden Schauspieler", spricht der Regisseur und Schauspieler aus eigener Erfahrung.  Das Um und Auf dabei sei, dass man "wach ist für den Moment und den Partner auf der Bühne" - sei es nun der Pianist, der die Show begleitet oder die Co-DarstellerInnen.

Dido Victoria Sargent konzentriert sich bei der Ausstattung auf das zusammengesetzte Substantiv "Theater-Sport". So erinnert die Bühne an einen Sportplatz inklusive Show-Vorhang und die Kostüme sind eine Mischung aus Sportklamotten und Abendgarderobe.

Stückinfo & Termine

Viel Lärm um Stella.  Mit Stella steht eines von Goethes frühen Stücken auf dem Spielplan des Landestheaters, verfasst in Frankfurt vom damals noch als Anwalt tätigen Johann Wolfgang. Mit seinem unkonventionellen Vorschlag einer Ehe zu dritt hatte das Stück zu seiner Entstehungszeit 1775 große Wogen der Empörung geschlagen. "Aufführungstauglich" wurde es erst 30 Jahre später 1805 in Weimar, als Goethe auf Anraten Friedrich Schillers, den Schluss zur Tragödie umschrieb.

Regisseur Johannes von Matuschka zieht in seiner Inszenierung "den Fokus eng und dicht und versuche die Figuren dem Zuseher sehr nahe zu bringen". In dieser intimen Situation, die die kleine Bühne des Eisenhand begünstigt, will von Matuschka eine "Sensibilisierung der Sinne" schaffen. Dabei verlässt er sich nicht allein auf die expressive Sprache, von der das Stück lebt, sondern hat einen "Geräuschemacher" engagiert, der dem Publikum sozusagen Ohren machen soll. Eben dieser, Max Bauer, Mitglied einer vom Aussterben bedrohten Zunft, hilft das "Hören im Bühnenerleben zu schärfen und neu zu entdecken".

Stückinfo & Termine

Preview Die Stühle

Dienstag, 25. September 2012

Nehmen Sie Platz!

Setz’ di her, samma mehr. Sei ned zwider, setz’ di nieda! Beim Pressegespräch zur nächsten Schauspiel-Premiere Die Stühle fand sich das Leitungsteam gleich mitten im „Absurden Theater“. Dramaturg Franz Huber ging durch die anfangs noch leeren Stühle und begrüßte die „imaginären“ Gäste der heimischen Linzer Medienlandschaft. Bis sich dann gottlob die realen Journalistinnen zum Presseinformationsgespräch einfanden.

Bei der Uraufführung vor 70 Jahren blieben die Sessel bei Die Stühle tatsächlich leer, was einer gewissen Komik nicht entbehrt. Denn immerhin handelt das Stück von einem alten Ehepaar, das sich Gäste eingeladen hat, die in Wirklichkeit gar nicht existieren. Bei Dichterkollegen war Ionescos Farce von Semiramis und Poppet allerdings hochangesehen. Jean Anouilh tönte gar, dies sei „die neue Form des Theaters“.

Am Donnerstag, 27. September hat das Stück in der Regie von Verena Koch Premiere. Klarerweise zwei Traumrollen für unsere Doyenne Eva-Maria Aichner und Doyen Thomas Kasten!

Stückinfo & Termine

Preview – „Die Jüdin von Toledo“ und „Rigoletto“

Dienstag, 18. September 2012



Die ersten beiden Premieren stehen bereits in den Startlöchern: Grillparzers Die Jüdin von Toledo und  Verdis Klassiker Rigoletto werden am Linzer Landestheater den Herbst abwechslungsreich gestalten! Bei den Pressegesprächen wurde schon vorab so einiges verraten:

Am 12. September outeten sich Chefdramaturg Franz Huber und Regisseur Peter Wittenberg als riesige Grillparzer-Fans und erklärten, warum sie sich an das eher weniger gespielte Stück heranwagen. Franz Huber dazu: „Es ist kein klassischer Grillparzer, steht aber trotzdem auf dem Spielplan, weil es die zerrissene Figur des Alfonso, den König von Kastilien und seine verboten Liebe zur Jüdin zeigt.“ Dass dieser „Kindkönig“ auch moderne Charakteristika aufweist, bestätigte Peter Wittenberg: „Er ist der König der Schmerzvermeidung und musste seine Kindheit und Jugend dem Reich opfern.“ Augenzwinkernd fügt er hinzu: „William löst das zum Beispiel anders als Harry!“ Nach einem intensiven Gespräch ist die Vorfreude und Neugier auf das Stück mit Triebstau und innerer Wut Grillparzers besonders groß. Ein Trauerspiel aus dem Jahre 1851, in dem das Opfer nicht immer gut, und der Täter nicht immer automatisch böse sein muss, mit um 1195 spielender Handlung, Aktualität zu verpassen, kann nur neugierig auf mehr machen!

Premiere am Sonntag, 23. September 2012 in den Kammerspielen
Stückinfo & Termine

Die Oper Rigoletto knüpft in groben Zügen hinsichtlich Übermut, Königshäuser, Mord und Tragik thematisch an Die Jüdin von Toledo an. Regisseur und Intendant Rainer Mennicken erfüllt  sich damit einen Kindheitstraum, Verdis „Blockbuster“ inszenieren zu dürfen. Jahrelang vom Narr mit dem Buckel begleitet und den Gesängen von Dietrich Fischer-Dieskau im Ohr, konnte er sich nun endlich dem Vater-Tochter-Konflikt annehmen. Mit der musikalischen Unterstützung von Ingo Ingensand sowie Stefan Brandtmayr (Bühne), Cornelia Kraske (Kostüme) und Wolfgang Haendeler (Dramaturgie) konnte schon beim Pressegespräch nichts schief gehen und ein Blick auf die Produktion geworfen werden. Die Zeitlosigkeit steht auch hier im Mittelpunkt, was die Kostüme auf hohem ästhetischem Niveau unterstreichen sollen. Es erwartet uns ein völlig neuer Rigoletto („Hat’s mit Sicherheit noch nie gegeben!“ – Rainer Mennicken), wobei Kostüme, Bühnenbild und die allbekannte Musik miteinander einen schönen sinnlichen und starken Eindruck ergeben sollen. Die mindestens doppelt besetzten Rollen werden jede für sich „spannend, empfehlenswert ABER unterschiedlich sein“, gibt Ingo Ingensand einen Vorgeschmack und vielleicht auch einen kleinen Wink, sich das Stück mehr als nur einmal zu Gemüte zu führen.

Premiere am Samstag, 22. September 2012 im Großen Haus
Stückinfo & Termine

(rice)

Preview - Musicalsommer

Mittwoch, 25. April 2012

Bald ist es wieder soweit! Die lauen Sommernächte kehren zurück und mit ihnen die Musicals am Landestheater. In einem Pressegespräch stellte die Theaterleitung das diesjährige „bombige“ Programm (Zitat Rainer Mennicken) der geneigten Presse vor, die sich zahlreich im Unteren Vestibül einfand.

Tradition verpflichtet! Nach den erfolgreichen Musicals Evita, Rocky Horror Show, Grease, Die Schöne und das Biest und im vergangenen Jahr Hair, präsentiert das Landestheater auch heuer wieder ein internationales Gastspiel auf der Bühne des Großen Hauses. CHICAGO! Weltweit gibt es derzeit vier Produktionen des Musical-Hits, die original lizensiert sind. Das bedeutet: Original-Bühnenbild, Original-Choreografie (1996 mit dem Tony ausgezeichnet!) und Original-Regie (1996 mit dem Tony ausgezeichnet!). Diese laufen am New Yorker Broadway, als US-Tour, im Londoner West End und als UK-Tour, die in diesem Sommer auch zwei Stopps am europäischen Festland - in Monaco und Linz - machen wird. Das hochkarätige Ensemble der Londoner Westend/Broadway Koproduktion wird direkt aus Monaco nach Linz anreisen, um das Publikum ab dem 31. Juli bis zum 11. August in die Gangster-Hochburg Chicago zu entführen. Nach Wien (1998) wird Chicago in seiner Original-Fassung erst zum zweiten Mal in Österreich zu sehen sein! Dies ist einzigartiger Höhepunkt, seit es den Musicalsommer am Landestheater Linz gibt.

Aber das ist noch nicht alles! Es steht auch wieder eine regionale Eigenproduktion auf dem Plan, die in Kooperation der OÖ Kultur- und Ausbildungsstätten entsteht. Was als Testballon mit Jekyll&Hyde im Vorjahr startete, wird aufgrund des großen Erfolgs fortgesetzt. Von 16. August bis 2. September heißt es Kiss Me, Kate!

Landestheater Intendant Rainer Mennicken verspricht einen "bombigen Musicalsommer mit diesen zwei Klassikern des Genres". Thomas Königstorfer (kaufmännischer Vorstandsdirektor) freut sich, dass das Landestheater mit Chicago "eine richtig große internationale Kiste" nach Linz holt. Die Tony-Awards, die diese Produktion in den wichtigen Kategorien Regie, Choreografie und Lichtdesign gewonnen hat zeigen, so Königstorfer, "was diese Sommerabende in Linz ausmachen wird".

Termine & Tickets

Preview - Kunst des Fallens

Dienstag, 24. April 2012

Presseinformationsgespräch zu Die Kunst des Fallens, die nächste Schauspielpremiere und Österreichische Erstaufführung am 28. April 2012 in den Linzer Kammerspielen. Die Regisseurin Bernarda Horres, Ausstatterin Anja Jungheinrich und Dramaturg Franz Huber luden zum Dialog mit den VertreterInnen der Presse.

Bereits vor 7 Jahren inszenierte Bernarda Horres ein Stück von Christoph Nußbaumeder am Landestheater Linz. Bei dem aktuellen Stück hat sie fasziniert, dass viele Spuren gelegt werden, viele Geschichten anfänglich umrissen werden und schließlich doch erzählt werden. Auch hat sie beeindruckt wie einfach sich die Stille und Schönheit des Stückes vom Lesen auf die Bühne übertragen lässt.
In diesem Schauspiel geht es um verschiedene Liebesverhältnisse. Es werden bestehende, angehende und auseinandergehende Liebesbeziehungen gezeigt In der Felsenschenke können die Besucher bei einem Bier ihre Sorgen vergessen, ihr Schicksal teilen und reden, um sich nicht so einsam zu fühlen.
Nußbaumeder schreibt über Themen die er aus seinem eigenen Umfeld kennt. Er stellt den kleinen, „normalen“ Menschen in den Vordergrund. Menschen die Schwächen und Stärken haben, so wie Menschen eben sind.
Das Bühnenbild hat Anja Jungheinrich naturalistisch gehalten, es gibt einen wirklichen Gastgarten mit Tischen, Stühlen und offenem Bier.                                                           

(Angelika Maurer, Dramaturgie Hospitantin)

Preview - Marsmädchen

Dienstag, 17. April 2012

Gemütliches Presseinformationsgespräch zu Marsmädchen - der nächsten u\hof: Premiere am 26. April 2012. Regisseurin Margit Mezgolich, Ausstatterin Alexandra Burgstaller und Dramaturgin Katrin Maiwald plauderten mit den VertreterInnen der Presse über die erste Liebe.

Marsmädchen erzählt von der berühmten ersten Liebe. Die Besonderheit: es sind zwei Mädchen, bei denen die Schmetterlinge im Bauch die Flügel ausbreiten. Eine Konstellation, die in der Kinder- und Jugendliteratur laut Dramaturgin Katrin Maiwald sehr stark unterrepräsentiert ist. Umso erfreulicher, dass die Österreichische Erstaufführung des Romans von Tamara Bach im Linzer u\hof: stattfindet!
Es inszeniert Margit Mezgolich, die den Roman auch dramatisiert und in Österreich verortet hat: "Das Thema des Coming Out wird sehr, sehr gut behandelt und wird mit viel Humor und Dynamik erzählt." Alexandra Burgstaller hat sich für das Bühnenbild die Frage gestellt was man Kindern im Alter von 13 Jahren "zeigen kann und was ich nicht mehr zeigen brauche," weil die Fantasie des Publikums das übernehme. Gelandet ist sie bei 25 Buchstaben - 65 cm hoch und 20 cm breit - aus denen alles gebaut wird und Orte auch "geschrieben" werden. In der Auswahl der Musik beweist Mezgolich laut eigener Aussage „Mut zum Kitsch“.

Stückinfo & Termine

Preview - Nijinskys Tagebuch

Montag, 2. April 2012

Hoher Besuch beim Pressegespräch zur Österreichischen Erstaufführung von Nijinskys Tagebuch: Komponist Detlev Glanert gab sich die Ehre und stellte sich den interessierten Fragen der JournalistInnen.

„Schon beim ersten Satz, den ich las hörte ich einen Ton“, beschreibt Detlev Glanert seine erste Begegnung mit Nijinskys Tagebuch. Was als Privat-Lektüre aus Interesse begann, endete mit einer Komposition über das Leben des Tanz-Gottes und Avantgardisten Waslaw Nijinsky, der in der Tanzgruppe Ballets Russes in den 1910er Jahren Weltkarriere machte und schließlich wegen Schizophrenie ins „Irrenhaus“ kam. Glanert zum Libretto: „Jedes Wort, das man hört ist tatsächlich von Nijinsky so niedergeschrieben worden.“ In die Musik habe er „keine Schizophrenie hinein komponiert“; die Musik beschreibe den Körper Nijinskys und auch den Textkörper. So ist zum Beispiel am Anfang und Ende das Kratzen des Schreibstiftes zu vernehmen. Der musikalische Leiter der Österreichischen Erstaufführung in Linz, Ingo Ingensand, beschreibt das Werk als „Gesamtkunstwerk, das zusammenführt, was das Theater an Sparten zu bieten hat“. Nijinsky wird nämlich auf 2 Schauspieler, 2 Tänzer und 2 Sänger aufgespalten, die seine Stimmen sind und seine Genialität genauso wie seine Kämpfe mit sich selbst anschaulich machen. „Die Instrumentalisierung gibt ein hoffentlich interessantes Klangbild“, scherzt Glanert. „Absolutely“, versichert Regisseurin Rosamund Gilmore.

Premiere ist am Ostermotnag, 9. April 2012, 19.30 Uhr in den Kammerspielen.

Termine & Tickets

Preview - Gespräche der Karmelitinnen

Mittwoch, 21. März 2012

Wir luden zum Presseinformationsgespräch Gespräche der Karmelitinnen und wurden von der Presse gestürmt! Radio, Zeitungen, Magazine - alle sind sie gespannt auf die Francis Poulencs Bekenntnisoper, die am Samstag, 24. März in einer Inszenierung von Roland Schwab (zuletzt war seine Manon in Linz zu sehen) Premiere hat.

Es ist wie Sister-Act mit ernster Miene: Zur Zeit der französischen Revolution lebt die Adelige Blanche im Karmelitinnen-Kloster und versucht dort ihre Angstzustände zu besiegen. Als ihre Ordensschwestern verhaftet und zum Tode verurteilt werden, nimmt Blanche all ihren Mut zusammen und folgt ihnen aufs Schafott, wo sie das Salve Regina anstimmen.
Warum man so ein Werk im Jahr 2012 in Linz aufführt? „Die Sehnsucht nach etwas Spirituellem treibt dieses Stück auf den Spielplan“, erklärt Regisseur Schwab. Dramaturg Wolfgang Haendeler ergänzt: „Das Werk erlebt gerade eine Renaissance und zeigt uns, wie Stimme und Text optimal miteinander verschmelzen können.“ Und zwar in einer Theatralik, die uns allen aus Film und Fernsehen bekannt ist. Schwabs Inszenierung ist in keiner expliziten Epoche angesiedelt, sondern in schwebender Zeitlosigkeit. Nonnenklischees und Klostergemäuer werden in Schwabs Karmelitinnen nicht zu sehen sein. Er will einen Weg entdeckt haben „die spirituelle Aura über eine fragile Welt“ zu bebildern. Man darf gespannt sein!

Die Termine

Preview - Lulu

Mittwoch, 14. März 2012

Spannendes Presseinformationsgespräch zur nächsten Schauspiel-Premiere Lulu in den Linzer Kammerspielen. Regisseur Gerhard Willert, Ausstatterin Alexandra Pitz, Musiker Wolfgang ‚Fadi’ Dorninger und Dramaturgin Kathrin Bieligk lieferten sich einen intensiven und ausschweifenden Dialog mit der Linzer Presse. Premiere ist am 17. März 2012.

Schauspieldirektor und Regisseur Gerhard Willert hat sich für die Inszenierung der Ur-Fassung (1892-1894) entschieden, die "viel direkter" sei. In den späteren Fassungen habe Wedekind "Wölkchen drum herum gemacht", damit der Text überhaupt von der Zensur erlaubt wurde - der Grundplot blieb derselbe. In der Ur-Fassung, der sogenannten "Monstretragödie", schrieb Wedekind einen ganzen Akt in französischer Sprache, um so das repressive System auszutricksen. „Die ganzen Garstigkeiten hat er im Französischen versteckt“, so Willert. "Wedekind ist daher der erste deutsche Dichter, den ich übersetzen durfte", schmunzelt er.

In der Linzer Neuinszenierung sind gut Zweidrittel des Schauspielensembles involviert, damit es zu keinen Doppelbesetzungen kommt, die zu "Psychologisierungen verführen". Eine große Qualität des Textes sei es, dass Wedekind "benennt und beschreibt ohne moralisch zu werten", so Ausstatterin Alexandra Pitz. Ihr Bühnenraum orientiert sich stark daran und "kommentiert nicht, sondern funktioniert wie ein Serviertablett". Auf dem die SchauspielerInnen ausgesetzt seien wie in einem Francis Bacon Gemälde, fügt Dramaturgin Kahrin Bieligk hinzu. Die "Theatermusik" steuert einmal mehr Wolfgang 'Fadi' Dorninger bei.

Termine

Preview - Du sollst nicht lieben

Montag, 5. März 2012

Ein super Start in die Woche: Presseinformationsgespräch zur Österreichischen Erstaufführung von Georg Kreislers Du sollst nicht lieben. Premiere ist am 15. März 2012 um 20.00 Uhr im Eisenhand.

Als Regisseurin Manuela Kloibmüller die Namen der Figuren „Sonja“ und „Lothar“ hörte, musste sie lachen und dachte: „Das klingt nicht nach großen Helden.“ Mittlerweile sieht sie die beiden als „Helden der Ehe“, die sich durch alle Höhen und Tiefen einer Beziehung lavrieren. Autor Georg Kreisler (* 18. Juli 1922 in Wien; † 22. November 2011 in Salzburg) erzähle "sehr pointiert und setzt Spotlights auf die Beziehung und wie sie sich entwickelt". Klingt nach Loriot und Fräulein Hildegard? „Absolut, nur dass Kreisler konservativer war und das merkt man auch den Rollen an“, so Kloibmüller. 
Vom ersten Kennenlernen bis zur Heirat und den ganzen Ups and Downs einer Ehe spielen und singen sich Angela Šmigoc und Joachim Rathke durch 17 turbulente Szenen dieser bittersüßen Nicht-Romanze. Die schönsten Liebesthemen der klassischen Musik werden hierbei mit Kreisler-Liedern ironisch aufgemischt und überhöht. Am Klavier: Nebojša Krulanović.

Die Bühne hat Christian Schmidleithner als "unaufgeräumtes Wohnzimmer im Stil der 70er Jahre" verortet - eine Analogie zu den teils chaotischen Zuständen in Sonjas und Lothars Beziehung.

Stückinfo & Termine