1 | Was ist dein Morgenritual?
Es gibt zwei Optionen: Entweder ich stehe mit meinem 11 Monate alten Sohn Leo auf, mache für ihn Frühstück und spiele mit ihm. Wenn das allerdings meine Frau übernimmt, kann ich ein wenig länger schlafen, etwa bis 08.00 Uhr. Dann sitze ich mit einem Kaffee und unseren zwei Katzen im Bett und lese online Artikel über die politische Lage in den USA oder – wenn mich das zu wütend macht – über Innenarchitektur.
2 | Was liest du gerade?
Ich lese gerade den Roman Olive Kitteridge von Elizabeth Strout – ein wunderbar melancholisches Buch voll von gutem, schwarzem Humor.
3 | Als welches Tier wärst du glücklich?
Als Möwe. Da ich in Long Island aufgewachsen bin, vermisse ich das Meer nämlich wahnsinnig. Und Möwen haben auch so eine lustige und ein bisschen hässliche Stimme, das finde ich als Sängerin natürlich reizvoll!
1 | Was ist dein Morgenritual?
Damit mich der Wecker nicht stört, wache ich meistens vor ihm auf. Anschließend zwinge ich mich zu meinen Sportübungen, es sei denn, ich gehe am Nachmittag laufen, dann verzichte ich am Morgen auf die zwanzig Minuten Gymnastik. Dann mahle ich meinen Kaffee frisch und bediene meine Siebträgermaschine. Dabei gönne ich mir schon den kleinen Luxus, beim Kaffee wirklich auf die Qualität zu achten. Dementsprechend hat sich über die Zeit die Auswahl der Bohnen und die Zubereitung mittlerweile zu einer Art Hobby von mir entwickelt.
Nach dem Kaffee und einem eventuellen Frühstück mit Haferflocken oder einem Weckerl begebe ich mich dann ins Theater, um mich vor der Probe noch ein bisschen warm zu spielen.
2 | Was hörst / liest du gerade?
In Hinblick auf „Oper am Klavier“ lese ich momentan natürlich Thomas Manns Joseph und seine Brüder. Generell lese ich viel und gerne quer durch die Literatur. Vor kurzem habe ich etwa auch Stefan Zweigs Die Welt von gestern gelesen.
Musik höre ich in meiner Freizeit nicht so viel, aber wenn, dann ist es schon eher Klassik, vor allem Mahler, Bach, Britten – besonders die Opern! –, aber auch Wagner und Richard Strauss; und selbstverständlich auch passend zu unserem Joseph–Projekt Händels Oratorien, von denen ich schon viele korrepetieren oder selbst im Chor mitsingen durfte.
3 | Als welches Tier wärst du glücklich?
Ich habe zwar Tiere sehr gerne und liebe vor allem Hunde, aber ich glaube, dass ich selbst eigentlich kein Tier sein möchte.
Eine famose Premiere! Begeisterter Applaus für Benjamin Brittens Death in Venice
Auch das vorletzte Premierenwochenende dieser Spielzeit wurde zum großen Erfolg. Bei Benjamin Brittens Oper Death in Venice waren sich die Kritiker einig und berichten von einer „eleganten Premiere“ (Der Standard) auf „allerhöchstem Niveau“ (OÖNachrichten), einem „exzellenten Bruckner Orchester“ (OÖNachrichten) und einem „überragenden Tenor“ (Kronen Zeitung).
1 | Was ist dein Morgenritual?
Mein Morgen beginnt mit einem Kampf mit dem Wecker. Wenn es gut läuft, dauert das 10 Minuten, wenn es schlecht läuft, eine Stunde. Ich bin einfach kein Morgenmensch.
2 | Was hörst / liest du gerade?
Privat höre ich wenig Musik, ich bin ja jeden Tag damit beschäftigt. Aber ich höre gerne koreanische Podcasts, vor allem zur aktuellen Politik in meinem Heimatland. Und ich lese gerade, als Vorbereitung auf die nächste Spielzeit, Marlen Haushofers Roman „Die Wand“.
3 | Als welches Tier wärst du glücklich?
Als Wal! Ich kann nicht schwimmen, finde aber das Meer wunderbar.
1 | Was ist dein Morgenritual?
Den Wecker „weiterdrücken“. Dann stehe ich auf, gehe duschen, mache für mich ein Frühstück und für meinen Mann einen Kaffee, gieße eventuell noch die Blumen am Balkon … und wecke dann den noch schlafenden Liebsten auf.
2 | Was hörst / liest du gerade?
Ich höre gerade unterschiedliche Aufnahmen der West Side Story. Und ich lese gerade verschiedene Artikel aus dem Richard Strauss-Handbuch, da ich mit meiner Masterarbeit gerade auf der Zielgerade bin – da geht’s um das Thema Ewigkeit und Endlichkeit im Rosenkavalier.
3 | Als welches Tier wärst du glücklich?
Als Fuchs, das ist mein absolutes Lieblingstier: freiheitsliebend und geheimnisvoll.
Unter dem Motto WELT AUS DEN FUGEN präsentierte Intendant Hermann Schneider, im Rahmen einer Pressekonferenz und im Beisein von Landeshauptmann und Kulturreferent Mag. Thomas Stelzer, seine dritte Spielzeit am Landestheater Linz. Das Landestheater Linz zeigt in der Spielzeit 2018/2019, unter dem Intendanten Hermann Schneider, Vorstandsdirektor Uwe Schmitz-Gielsdorf, dem Chefdirigenten Markus Poschner, Schauspieldirektor Stephan Suschke, Tanzdirektorin Mei Hong Lin, der künstlerischen Leiterin der Sparte Junges Theater Nele Neitzke und dem künstlerischen Leiter der Musicalsparte Matthias Davids, 40 Neuproduktionen − darunter sieben Uraufführungen, zwei deutschsprachige Erstaufführungen, eine europäische und eine österreichische Erstaufführung. Hinzu kommen noch zwei Wiederaufnahmen. Der Kartenvorverkauf für die Spielzeit 2018/2019 startet am 21. März 2018.
1 | Was ist dein Morgenritual?
Erst einmal nichts Besonderes: Aufstehen, Kaffee trinken. Und ich MUSS Musik hören, aber auf gar keinen Fall Klassik! Am liebsten Pop oder Musical, zum Beispiel Jekyll & Hyde oder Les Misérables, oder auch Musik aus Disney-Filmen. Ich liebe zum Beispiel den Soundtrack von Die Schöne und das Biest!
2 | Was liest du gerade? Der Glöckner von Notre Dame von Victor Hugo, auf Chinesisch und auf Englisch. Wir haben in der Reihe „Oper am Klavier“ ja gerade die Oper L’Esmeralda von Louise Bertin gemacht, daher interessiert mich das sehr. Ich lese die Bücher zu Opern nicht unbedingt vor, aber oft gerne nach einer Produktion, um dann die Original-Geschichte kennenzulernen.
3 | Als welches Tier wärst du glücklich?
Als Vogel … Freiheit!
1 | Was ist dein Morgenritual?
Wenn ich um 10:00 Uhr Probe habe, stehe ich um circa 07:30 Uhr auf. Ich mache zuhause ein paar Dehnungsübungen oder gehe in den Bauernbergpark eine Runde laufen, dann frühstücke ich. Auf jeden Fall höre ich aber meine Gospel-Playlist, da starte ich dann mit positiver Energie in den Tag!
2 | Was liest du gerade?
„Encouragement changes everything“ von John C. Maxwell. Das ist ein wunderbares Buch mit vielen inspirierenden Zitaten über die Gabe, anderen Ermutigung und Zuspruch zuteilwerden zu lassen. Ich habe selbst als Lehrerin gearbeitet, also ist das ein Thema, was mich immer wieder beschäftigt.
3 | Als welches Tier wärst du glücklich?
Als Delphin! Das sind so glückliche, elegante und intelligente Tiere. Ich würde auch wahnsinnig gerne einmal mit Delphinen schwimmen.
Unsere jüngste Premiere von Richard Strauss‘ Monumentalwerk Die Frau ohne Schatten wurde frenetisch bejubelt und bekam Standing Ovations. Was für ein Einstand für den neuen Chefdirigenten Markus Poschner und für Intendant Hermann Schneider. Auch die Pressestimmen können sich sehen/lesen lassen. Ein paar Auszüge aus den Kritiken können Sie hier nachlesen.
Unter dem Motto FÜR IMMER JUNG präsentierte Intendant Hermann Schneider mit seinem Team im Rahmen einer Pressekonferenz seine zweite Spielzeit. Für Landeshauptmann und Kulturreferent Dr. Josef Pühringer war es die letzte Spielzeitpräsentation des Landestheaters Linz nach 26 Jahren als Kulturreferent des Landes Oberösterreich.
Das Landestheater Linz unter dem Intendanten Hermann Schneider, Vorstandsdirektor Uwe Schmitz-Gielsdorf, dem designierten Chefdirigenten Markus Poschner, Schauspieldirektor Stephan Suschke, Tanzdirektorin Mei Hong Lin, der künstlerischen Leiterin der Sparte Junges Theater Nele Neitzke und dem künstlerischen Leiter der Musicalsparte Matthias Davids zeigt in der Spielzeit 2017/2018 37 Neuproduktionen − darunter fünf Uraufführungen, sechs österreichische Erstaufführungen und eine deutschsprachige Erstaufführung. Hinzu kommen noch sechs Wiederaufnahmen.
Der Kartenvorverkauf für die Spielzeit 2017/2018 startet am 6. März 2017.
Martin Achrainer: ab dem 21. Jänner 2017 als Don Giovanni zu erleben!
Der ewige Verführer, der Genuss-Süchtige: Don Giovanni ist die Figur der Operngeschichte mit dem unbestritten größten Sex-Appeal. Im Jänner 2017 kehrt Mozarts rastloser Liebhaber nach Linz zurück und wird die Bühne des Musiktheaters nach der Oper Salome erneut zu einem erotischen Ort machen. Publikumsliebling Martin Achrainer war in dieser Traumrolle für jeden Bariton bereits 2008 im Landestheater an der Promenade zu sehen, nun steht er als Don Giovanni erneut auf der Bühne und gibt Einblick in seine eigene Faszination rund um die „Oper aller Opern“ (E.T.A. Hoffmann).
Vergangene Woche erlebte die Opera Buffa Der Operndirektor von Domenico Cimarosa eine heitere und viel beklatschte Premiere im HauptFoyer des Musiktheaters. John F. Kutil entstaubte das Werk und verhalf ihm zu neuem Glanz. Die geglückte Zusammenarbeit zwischen Landestheater und Anton Bruckner Privatuniversität gibt bereits einen Vorgeschmack auf das Opernstudio in der neuen Saison.
Die „frische und kurzweilige Opernminiatur“, gefiel Elisabeth Rathenböck (Kronen Zeitung) sehr gut. John F. Kutil „inszenierte mit Augenzwinkern sehr pfiffig“. „Sängerisch glänzt Dominik Nekel; kongenial kontert Christ Ratzenböck.“ Unter den Studierenden überzeugen „Kie Kanazawa und Miriam Böhmdorfer; selbstbewusst auch Rastislav Lalinsky.“ „Marc Reibel … führt das Orchester lustvoll an.“ „Das Stück ist das sehenswerte Ergebnis einer Zusammenarbeit vom Landestheater mit Musikern und Sängern der Bruckner Uni.“
Als „leichte, aber gute Sommerkost“, beschreibt Paul Stepanek (Neues Volksblatt) die Premiere. John F. Kutil inszeniere die Opera Buffa flott als Farce. „Das Premieren Publikum spendete nach kurzweiligen 75 Tohuwabohu-Minuten reichlich Applaus.“
„Flotte Premiere“ heißt es gleich zu Beginn in Lukas Lugers Besprechung in den Oberösterreichen Nachrichten. Nekel spiele „mit Verve und viel Augenzwinkern“ den Titelhelden. Kie Kanazawa: „entzückend, stimmlich überzeugend“. Miriam Böhmdorfer: „ein beachtliches Bruckneruni-Talent.“ Christa Ratzenböck: „herrlich giftig“. Rastislav Lalinsky: „mit toller Stimme, lässigen Gags, der heimliche Star des Abends“. „Lustvoll, mit viel Charme und gespickt mit gelungenen Insiderschmähs erweckt das aus Profis und Studenten zusammengestellte Ensemble die Welt hinter dem Vorhang.“ Das Fazit: „Locker-flockige Unterhaltung, aber gekonnt serviert!“
In der Deutung von Regie/Bühnen/Maler-Legende Achim Freyer feierte Debussys Oper Pelléas et Mélisande am 19. März 2016 Premiere im Musiktheater am Volksgarten.
Das stiftete auch die Presse zu Lobeshymnen an: „Ein schlichtweg exzeptionelles Kunstwerk erschuf Achim Freyer“, schreibt Norbert Trawöger in der Kronen Zeitung. Myung Joo Lee als Mélisande sei „fragil rührend“, Seho Chang „grandios zerrissen“ als Goulaud. „Dazu kommt ein wunderbar aufspielendes Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies“, so Trawöger.
„Ein Ereignis. Achim Freyer inszenierte am Landestheater Linz Pelléas et Mélisande. ... Der Maler, Bühnenbildner und Regisseur Achim Freyer "Pelléas et Mélisande" sieht wie der Autor des gleichnamigen Dramas, Maurice Maeterlinck, auf dem diese Oper basiert und seinem "Theatre statique", dass das Stück seine Stärke nicht aus der Handlung sondern aus den inneren Seelezuständen der Personen erfährt. ... ungemein ausgeklügeltes Farbkonzept und beinahe pausenlose Veränderungen der Lichtstimmungen, die Personen immer wieder verschwinden und auftauchen lassen. All dies bewirkt einen ungemein faszinierenden, bildmächtigen Theaterzauber, der aller Statik zum Trotz zum Ereignis wird! ... Delikate orchestrale Differenzierungskunst vom Feinsten ... zeichnet das Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies: zarteste Farbmischungen, subtile träumerische, ja transzendente Klänge, die sich zu einem impressionistischen Gemälde verdichten. ... Myung Joo Lee ist eine mädchenhafte, zerbrechliche Mélisande. Die Sopranistin singt die geheimnisvolle, undurchschaubare Außenseiterin mit hinreißender Schönheit und betört mit feinsten Nuancen, wunderbaren Farben und tiefgehender Innigkeit. Iurie Ciobanu ist ein kraftvoll intensiver, wie auch sanftmütig schwärmerischer Pelléas. Jubel" Kurier
„Das Linzer Musiktheater ist in der letzten Saison der Intendanz von
Rainer Mennicken weiterhin auf Höhenflug ... Achim Freyer ist der
wunderbarste Bühnenzauberer. Mit 82 sprudelt seine Fantasie mehr denn je
wie ein Jungbrunnen. Eine sensationelle Neuproduktion. ... Freilich muss man sich auf drei nicht unanstrengende Stunden einlassen, sich versenken wollen und konzentrieren können – das Publikum in der zweiten Vorstellung leistete da Vorbildliches –, sich auf eine Reise ins Innere verführen lassen, deren Reichtum sich aber umso großartiger, Nachdenken stiftend, erschließt. Daran hat neben Szene, Licht und Technik vor allem das beseelt erfüllte und erfühlte Musizieren des phänomenal spielenden, von Dennis Russell Davies aber auch phänomenal geführten Brucknerorchesters größten Anteil. So farben- und facettenreich, dabei neugierig gespannt und aufmerksam auf jedem einzelnen Posten war das Kollektiv seit Langem nicht mehr zu hören. Auf diesen grandios ausgebreiteten Klangflächen können sich die Solisten des Hauses kongenial entfalten, voran Myung Yoo Lee mit körperlos-alabastergleichem Sopran – eine Entdeckung, Seho Chang als famos seine Baritonfarben verteilender Golaud, Iurie Ciobanu als kräftiger Pelléas. Wieder einmal, hier aber ganz besonders, die Erfahrung: Solche
Gesamtleistungen stellen weit besser ausgestatte Häuser in den Schatten, ganz leicht."Salzburger Nachrichten
„Ein Glücksfall für das Linzer Musiktheater. ... Eine unbedingt sehenswerte Produktion und ein berührender Abschied für
den Intendanten Rainer Mennicken, der Linz nach einer glänzenden
Spielzeit verlassen wird." Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Auch manchen Buhrufern zum Trotz – diese Deutung des deutschen Regisseurs Achim Freyer war schlicht und einfach sensationell“, schreibt Michael Wruss in den Oberösterreichischen Nachrichten.Dem Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies sei eine „Meisterleistung geglückt“, die Sänger boten „herausragende Leistungen“. „Allen voran Seho Chang“, „fein aber auch Iurie Ciobanu – klar nuancierte Stimme – und Myung Joo Lee als Mélisande, die ihre Stimme farblich abstimmte“. „Nikolai Galkin war ein perfekter Arkel, Karen Robertson eine ideale Geneviève und Ville Lignell der ständig präsente Tod.“ „Sonderlob für Tabea Mitterbauer, die den Yniold hinreißend umsetzte.“
„Pelléas et Mélisande in einer Jahrhundert-Inszenierung von Achim Freyer“, heißt es bei Heidemarie Klabacher auf Drehpunktkultur. „Ein Rausch schillernder Farben“, „stupende Sogwirkung“, „so soll Theater sein: Zum Abheben“ – streut sie Freyers Deutung Rosen. „Bildliche und musikalische Umsetzung gehen auf überwältigende Art und Weise Hand in Hand“, „die Protagonisten [entwickeln] bewegende Psychogramme“.
„GMD Dennis Russell Davies entfaltet mit dem feinfühlig, dann wieder opulent musizierenden Bruckner Orchester Linz den stimmigen instrumentalen „Klang-Pointillismus“, in den sich das durchwegs großartige Solistenensemble einfügt“, beschreibt Wolfgang Katzböck von der Austria Presse Agentur.
Sehr bescheiden beschreibt Achim Freyer seine Inszenierung von Claude Debussys Oper PELLÉAS ET MÉLISANDE als "nur ein kleines Päckchen von Pünktchen, die man sich unter den Arm klemmt". Doch da steckt mehr dahinter!
Die Europäische Erstaufführung von William Bolcoms Western-Oper McTeague – Gier nach Gold wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Auch die Journalisten von Frankfurter Allgemeine über Bayrischer Rundfunk und Der Standard bis ORF zeigten sich euphorisch. Lesen Sie hier eine Auswahl der sehr erfreulichen Lobeshymnen:
Presseovationen gab es auch für die Opernproduktion Hänsel und Gretel im Musiktheater am Volksgarten. „Die letzte Inszenierung des scheidenden Intendanten Rainer Mennicken ist für Aug und Ohr, Kinder und Erwachsene schlichtweg ein Glücksfall“, freut sich Balduin Sulzer in der Kronen Zeitung. Weiters schreibt er: „Phantasievolle, für Kinder spannende Bühnenabläufe“, „allerlei Denkanregungen für Erwachsene“, „vorzügliche Arbeit Rainer Mennickens“. „Märchenhafte Buntheit der Kostüme (Christian Schmidleithner). „Vortrefflich disponiertes Bruckner Orchester“, „effektkundiger Dirigent Takeshi Moriuchi“. „Schmidlechner legt eine wahre Glanzleistung hin“, lobt Paul Stepanek im Neuen Volksblatt. Wirkungsvoll unterstützt werde er von „köstlichen Pantomimen des Raben (wunderbar: Mazen Muna) und der Katze (Fatina Saleh)“. „Christian Schmidleithner steuert ideenreich einige „glänzende“ Kostüme zum Gelingen des Stücks bei.“
In der Rezension Austria Presse Agentur fand Wolfgang Katzböck „ein Feuerwerk an Einfällen und unzähligen köstlichen Ideen, die zum Staunen, Lachen und Szenenapplaus führten.“ „Matthäus Schmidlechner besteigt auch stimmlich eine weitere Stufe als Linzer Publikumsliebling.“ „Martha Hirschmann, Myung Joo Lee, Michael Wagner und Karen Robertson gefallen auch sängerisch.“ „Spielerisch und in singender Weise erfreulich agiert wieder der Kinder- und Jugendchor des Landestheaters unter Ursula Wincor.“ Und die Musik? „… befand sich im Bruckner Orchester und seinem Dirigenten Takeshi Moriuchi in besten Händen.“
Aus Passau angereist war Raimund Meisenberger, der für die Passauer Neue Presse berichtete: „Wer, vielleicht mit seinen Kindern, zweieinhalb Stunden wunderbar spätromantische Musik genießen und rührend unterhalten werden möchte, sollte sich dieses Weihnachtsgeschenk gönnen.“ „Fein harmonierenden wie intonierenden und spielenden Frauen Myung Joo Lee und Martha Hirschmann.“ „Die große Schau des Abends ist der zu jedem Spaß fähige Matthäus Schmidlechner.“ „Ein Extraapplaus gebührt dem von Ursula Wincor exzellent einstudierten riesigen Kinderchor des Theaters.“
Und Michael Wruss zeigte sich in den Oberösterreichischen Nachrichten begeistert: „rundum gelungene Inszenierung des scheidenden Intendanten Rainer Mennicken.“. Hänsel und Gretel müsse sich „vorm großen Haus am Ring nicht verstecken, ganz im Gegenteil“, schreibt er. Die Produktion überzeuge mit „Liebe zum Detail, im kindgerecht Sein und in der psychologischen Durchleuchtung.“ „Grandios Matthäus Schmidlechner […] der mit seiner Lebendigkeit das Wiener Pendant weit übertraf.“ Takeshi Moriuchi „traf mit dem fein musizierenden Bruckner Orchester ideale Tempi“. Es begeisterte „Martha Hirschmann als Hänsel schauspielerisch und gesanglich.“ „Karen Robertson war eine Idealbesetzung für die Gertrud“, „Fenja Lukas zeige als Sand- und Taumännchen feine Akrobatik in ihrer Stimme und körperliche Beweglichkeit“. „Held des Abends war Matthäus Schmidlechner“. „Viel Applaus – speziell für ihn und für dem scheidenden Intendanten Rainer Mennicken."
Robert Wilson wurde für seine Inszenierung gefeiert - Standing Ovations für alle Beteiligten!
"Der Start in die neue Saison des Linzer Musiktheaters hätte nicht besser verlaufen können." (ORF online).
"Weniger ist mehr - dieses Credo von Altmeister Robert Wilson überzeugt noch immer." (3sat, Kulturzeit).
Mit einem Triumph startete das Linzer Musiktheater in die neue Saison" schrieb das Neue Volksblatt und auch zahlreiche weitere Pressestimmen zeigten sich ebenso begeistert. "Diese Traviata muss man sehen" lautete die Überschrift der Kronen Zeitung. "Dem US-Regieweltstar Robert Wilson gelang mit La Traviata im Linzer Musiktheater ein großer Erfolg" urteilten die Oberösterreichischen Nachrichten. "Heftig umjubelt" (Kurier), "besticht die Linzer Traviata durch eine ungewöhnlich direkte Interpretation der Geschichte gerade mit und durch Wilsons Stilmittel." (Tiroler Tageszeitung)
"Myung Joo Lee ist eine ikonenhafte Violetta Valéry mit großer Ausstrahlungskraft." (Der Standard) "Jacques le Roux ist ein toller Alfredo, Kerstin Eder eine herausragende Annina, Seho Chang verleiht dem Vater Alfredos vokale Autorität." (Deutschlandfunk)
Für die Tageszeitung Die Presse bewiesen Dirigent Daniel Spaw und die eindrucksvolle Myung Joo Lee als Violetta musikalisches Feingefühl. Daniel Spaw, hält "das klangschön spielende Bruckner Orchester Linz auf ganz feinfühligem Kurs: Die filigranen Vorspiele, die Grundierung von Violettas aufopferungsvollem "Dite alla giovine" im zweiten Akt oder die feinen Schleier, die die Streicher um die Töne der Siechenden legen, gelingen besonders zart und ausdrucksvoll." (Die Presse)
"Hinreißend schöne Kostüme zeichnen die Inszenierung aus." (Süddeutsche Zeitung).
"Diese Inszenierung ist eine wohltuende Alternative zum sonst üblichen Pathos."
(ORF, ZIB 1)
Mehr als 9000 begeisterte Zuschauer feierten am Bunka Kaikan-Theater in Tokio die vier Aufführungen der Ko-Produktion des Landestheaters Linz mit der Tokyo Nikikai Opera Foundation (16., 18., 20. und 21.7.)
Nachdem die Neuproduktion der „Zauberflöte“ (Premiere: 9/2013) in Linz über zwei Spielzeiten hinweg für ein ausverkauftes neues Musiktheater gesorgt hatte, eroberte die ebenso phantasievolle wie zeitgemäß-futuristische Interpretation des japanischen Star-Regisseurs Amon Miyamoto nun auch dessen Heimat: Tokio.
Das ganze Produktions-Team reiste für die Adaption im Fernen Osten nochmals an: GMD Dennis Russell Davies übernahm die musikalische Leitung aller vier Aufführungen, Kapellmeister Takeshi Moriuchi unterstützte ihn in der musikalischen Vorbereitung und fungierte am Abend selbst u. a. als einer beiden Dirigenten des geteilten Fernchores, Philipp Olbeter als Technischer Direktor gewährleistete den perfekten Aufbau des Bühnenbildes, und Wolfgang Haendeler als Musiktheaterdramaturg machte bei der A- und B-Premiere durch eine Einführung das japanische Publikum mit Linz als innovativer Kulturstadt sowie mit Mozarts Werk und der Sichtweise Amon Miyamotos vertraut, wobei er von Prof. Michio Tatara, einem ehemaligen Solisten (Bariton) am Gelsenkirchener Musiktheater am Revier, als fachkundigem japanischen Übersetzer begleitet wurde.
Das bei der A-Premiere (16.7.) vor den Vorhang tretende und stürmisch umjubelte Regieteam – Amon Miyamoto (Regie), Boris Kudlicka (Bühne), Masatomo Ota (Kostüme), Marc Heinz (Licht) und Bartek Macias (Video) sowie Eriko Shinkai (neu: Choreographie) – hatte die Inszenierung in einigen Details noch weiterentwickelt. So wurden in der Ouvertüre bei der Einführung des „Zauberflöten“-Computerspiels jetzt die fünf wichtigsten „Spielfiguren“ (Sarastro, die Königin der Nacht, Tamino, Pamina und Papageno) schon als Animation vorgestellt. Neu auch ein heftiger Trauer- und Wutausbruch Taminos, nachdem er mit seinem Schweigen Pamina in die Verzweiflung getrieben hatte, der szenisch eindrucksvoll das Zwiespältige an der Menschenfreude von Sarastros „Eigeweihten“ und deren Regeln zum Ausdruck brachte.
Aus dem vorzüglich besetzten japanischen Ensemble, das sich auch der deutschen Dialoge mit bewundernswert verständlicher Diktion annahm, strahlten bei der A-Premiere zwei Protagnisten besonders hervor: Jun Suzuki als Tamino und Mari Moriya als Königin der Nacht.
Der junge japanische lyrische Tenor überzeugte vollauf durch eine ebenso höhensichere wie kultiviert zwischen Empfindsamkeit und entschlossenem Heldentum changierende musikalische Gestaltung samt edlem Timbre und vorbildlicher Phrasierung. Mari Moriya, die Königin (der Nacht) von Linz wie auch zuvor schon an der New Yorker MET, konnte bei ihrem Tokio-Debüt eine schlichtweg sensationelle Leistung abrufen, ließ ihre Koloraturen wie spitze Sternschnuppen vom finster-blauen Bühnenhimmel herunterfallen und bewies in den dramatischen Ausbrüchen, obgleich stets klangschön, imponierend bedrohliche Kraft. – Bei der B-Premiere avancierte Jun Hagiwara als Papageno zum Publikumsliebling, der die Liebessehnsucht des sinnesfrohen Naturburschen so leidenschaftlich wie herzerweichend über die Rampe brachte.
Im Graben zauberte Dennis Russell Davies mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in den vier Vorstellungen einen Orchesterklang hervor, der von filigraner Transparenz bis hin zu mächtiger Feierlichkeit alle Facetten der Mozart-Partitur souverän ausleuchtete; auch die von Yoshiaki Oshima einstudierte Nikikai Chorus Group blühte unter den Händen des Maestros hörbar auf – mit exzellent abgestufter Dynamik und einem beeindruckend ausgewogenem Gesamtklang.
Als bei der letzten Vorstellung am 20. Juli der Applaus schier nicht enden wollte, ward zweierlei bewiesen: dass Mozarts große Oper über das Mensch-Sein und die Menschlichkeit mit ihrer ausdrücklichen Rechtfertigung verschiedener Menschenbilder und Lebensweisen ein Schlüsselwerk für unsere globalisierte Welt ist (auch dank einer so zeitgemäßen Interpretation wie der von Amon Miyamoto) und dass Linz und Tokio zwei starke „Player“ sind im internationalen Kulturaustausch. Linz verändert – nun auch Tokio!
Fotos: Chikashi Saegusa / TOKYO NIKIKAI OPERA FOUNDATION
Ein Linzer Quintett ist für den goldenen Schikaneder nominiert.
Mei Hong Lin, Oliver Liebl, Bernadett Fodor, Martha Hirschmann und Matthias Davids! – Die Linzer Ballett-Chefin, der einstige Publikumsliebling unserer Musical-Sparte, die stimmgewaltige Erda des Linzer Ring des Nibelungen, die herausragende Dido in der Dido und Aeneas - Inszenierung von Daniela Kurz und der Linzer Musical-Chef sind in fünf der elf möglichen Kategorien für den Österreichischen Musiktheaterpreis, den „Goldenen Schikaneder“, nominiert worden, der am 8. Juni 2015 im Wiener Ronacher vergeben wird.
Mei Hong Lin wurde nominiert für Carmina Burana als Beste Ballettproduktion, Oliver Liebl als Bester männlicher Nachwuchs für seinen „Blechmann“ in The Wiz – Beste weibliche Nebenrolle für ihre Erda im Rheingold, Martha Hirschmann als Bester weiblicher Nachwuchs für ihre Interpretation der weiblichen Titelrolle in Dido und Aeneas und Matthias Davids für seine Inszenierung von Sweeney Todd (Volksoper Wien) als Beste Gesamtproduktion.
Das Landestheater Linz gratuliert schon jetzt und drückt die Daumen für den 8. Juni! – „Go for gold“!