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PRESSESCHAU RADIKAL

Mittwoch, 30. März 2016

Ein mutiges Stück Jugendtheater am Puls der Zeit

Die Premiere von unserem diesjährigen FREISPIEL Radikal mit zwanzig jugendlichen und erwachsenen Amateuren wurde zu einem umjubelten Theaterabend.

Heftig bejubelt 
„RADIKAL ist das Wort der Stunde. Und so gesehen war das Freispiel-Team aus dem Linzer u\hof: wirklich radikal am Puls der Zeit, als es beschloss, sich für die heurige Freispiel-Produktion mit diesem Thema auseinander zu setzen. Jetzt wurde die Uraufführung in der BlackBox des Linzer Musiktheaters heftig bejubelt.“ Milli Hornegger, Kronen Zeitung

Bestürzend aktuell 

„FREISPIEL … bot am Ostersamstag ... zwanzig jugendlichen und erwachsenen Amateuren im Stück „Radikal“ (ab 14 Jahre) Gelegenheit, Extremismus verbal und körperlich auszudrücken. … Das Thema ist bestürzend aktuell und wird wirksam in Szene gesetzt von der Regie und den jungen Schauspieltalenten. Zu Recht gab es dafür viel Beifall und anhaltende Bravorufe.“ Eva Hammer, Neues Volksblatt

Selbst im Gemüsefach grassiert der Rassismus. 

5 von 6 möglichen Sternen gab es von Lukas Luger von den Oberösterreichischen Nachrichten. Sein Fazit: „Selbst im Gemüsefach grassiert der Rassismus. Der "Radi Karl" schlägt als patriotischer Rettich nämlich nur in heimischer Erde Wurzeln, mit dem Chinakohl will der heimatliebende Kreuzblütler partout nicht in der gleichen Lade liegen. Nicht alle szenischen Fragmente in Brigitta Waschnigs Stück "Radikal" ... sind von solch böser Skurrilität. Manche, wie die kotzenden TV-Models, sind eher platt. Andere, wie die ihren Wunsch nach Selbstbestimmung in einem Rap artikulierende Mädels-Truppe, hingegen grandios. … Überhaupt spielt Körperlichkeit in "Radikal" eine zentrale Rolle, besonders in den von Silke Grabinger choreografierten Massenszenen. Es geht hier um Mechanismen und Strukturen der Radikalisierung. Die Weigerung der Macher, individuelle Schicksale stärker herauszustellen, ist konsequent. Namen und Begriffe ändern sich. Die Rattenfängermethoden leider nicht. Ein mutiges Stück Jugendtheater!

TERMINE & KARTEN

Nachlese - Siebzehn

Montag, 28. April 2014


Kein einziges negatives Wort kam den Journalisten nach der Premiere von der FREISPIEL-Produktion Siebzehn am Samstag, 19. April, in den Kammerspielen, über die Computer-Tastatur. Neun Jugendliche aus Linz und Umgebung haben mit Katharina Bigus ein Stück zum Thema Schwangerschaft entwickelt, das sich wirklich sehen lassen kann. Die Meinungen der Journalisten sind einstimmig positiv:

Peter Grubmüller von den Oberösterreichischen Nachrichten verspricht schon im Titel ein „alles andere als jugendliches Laientheater“ und stellt gleich zu Beginn eine für Regisseurin und Schauspieler gleichermaßen schmeichelhafte Frage: „Hat nun Regisseurin Katharina Bigus derart grandios mit diesen neun Jugendlichen gearbeitet - oder strotzt Oberösterreich vor verborgenen Schauspiel-Talenten?“ Diese Schauspieltalente sind Flora Besenbäck, Lena Plochberger, Linda Pichler, Sophie Kirsch, Adelina Nita und Marlene Hauser und „in jeder von ihnen schimmern Charakter und Haltung real existierender Teenager - schnoddrig bis zielstrebig, girliehaft bis eingeschüchtert. Die sechs jungen Frauen sind zum Jauchzen, sowohl im Witz als auch in der Ernsthaftigkeit.“ Aber auch die drei Burschen Max Stein, Lukas Rabeder und Daniel Cretiu sind „in ihrer Sensibilität, Ratlosigkeit und ihrem Verantwortungsbewusstein stets ebenso glaubhaft.“ Auch Georg Lindorfers „famoser Nachbau der riesigen Ars-Electronica-Treppe“ wird lobend hervorgehoben.

Auch im Neuen Volksblatt fällt die Kritik von Christian Pichler dermaßen positiv aus: Ebenso wird hier die Drehbühne in Form des AEC schätzend erwähnt. Weiters meint er, dass „Regisseurin Bigus ein in seiner Spielfreude hinreißendes Ensemble um sich geschart hat, das miteinander streitet, lacht, zwischen Zugehörigkeit und Eigenständigkeit (ein Widerspruch?) mäandert.“ „Langer und heftiger Applaus, viele Rosen für die Burschen.“

Auch Milli Hornegger von der Kronen Zeitung zeigt sich begeistert: „Theater-Baby ist gelungen“, betitelt sie ihre Kritik. Die „über weite Strecken packende Aufführung [...] ist stark, unterhaltsam, genau beobachtend und überwiegend (sehr) gut gespielt!“ Adelina Nita hebt sie als „prächtiges Talent!“ noch explizit hervor, doch auch die anderen Schauspieler bekommen Anerkennung, denn sie spielen, „dass es eine Freude ist.“ Die Burschen „komplettieren das aufgeweckte Ensemble zu einem runden Ganzen.“ Mit einem „Gefällt mir“ in Anlehnung an die Jugendkultur und Facebook endet sie ihre Kritik.

Celia Ritzberger

Stückinfo & Termine

Nachlese - Eyecatcher

Mittwoch, 26. März 2014


Laut Eva Hammer vom Neuen Volksblatt erzählt Regisseurin Margit Mezgolich „lustig und klug, ohne Ansatz von moralischem Zeigefinger“ mit ihrer „fantasievollen“ Inszenierung die Geschichte über das wahre Heldentum. Passend zum grausamen Mythos über Perseus und Medusa bilden eine „Einheit aus düstergrauen Höhlenrohren“ das Bühnenbild (Alexandra Burgstaller), „in denen mit grauslichen Geräuschen die Ungeheuer ihr Unwesen treiben.“ Lob gab es auch für die Leistung der Schauspieler: „Markus Pendzialek als schöner, blonder junger Perseus lässt gekonnt die Heldenfassade heraushängen.“ Sabrina Rupp, Katharina Stehr und Wenzel Brücher als Ungeheuer „zeigen neben aller Abscheulichkeit auch Einsamkeit und Mangel an Liebe.“ „Dem jugendlichen Publikum taugte es „voll“!“

Als „verrückt, merkwürdig, lustig und nicht zuletzt lehrreich“ bezeichnet Lena Aschauer von der Kronen Zeitung die Erzählung aus der griechischen Mythologie über „Ungeheuer und Helden.“ Das vierköpfige Ensemble beweist in der Regie von Margit Mezgolich außergewöhnliche Facetten und viel Humor - besonders Pendzialek sorgt mit einer gehörigen Portion Charme für Begeisterung.“ Auch Bühnen- und Kostümbild (Alexandra Burgstaller) sind „großartig“. In „aufwändigen und kreativ-spektakulären Kostümen“ bewegen sich vor allem die drei Schwestern als Ungeheuer über die Bühne, welche Alexandra Burgstaller „in eine komplett andere Welt verwandelt hat.“ Ein „wunderbares Stück.“

„Mit dem finsteren, ins Nirgendwo starrenden Blick eines sich selbst verherrlichenden Alphatieres erscheint Markus Pendzialek am Beginn, schlägt athletische Purzelbäume wie James Bond auf Zerstörungswut und wirkt so, als ob Mr. Bean höchstselbst einen Helden mimen würde“, beschreibt Silvia Nagl von den OÖ Nachrichten die humorvolle und komische Situation auf der Bühne. Das Bühnen- und Kostümbild von Alexandra Burgstaller bezeichnet sie als „großartig“: Mit einem System aus Rohren wird die „Gefährlichkeit dieses Ortes am Rande unserer Welt“ widergespiegelt. Auch die „grauslich-grauen und grässlichen Kostüme und Gesichtsmasken“ verdeutlichen die düstere und grausame Geschichte aus der griechischen Mythologie. Mit ihrer Inszenierung zeigt Regisseurin Margit Mezgolich mit Witz und Komik, dass „Heldentum manchmal auch ganz schön dumm“ ist. Lob gab es insbesondere für die musikalische Untermalung, die von Franz Flieger Stoegner stammt und „in Relation zum kleinen Raum großes Kino ist.“

Stückinfo & Termine

Neues von den Jungkritiker_Innen

Freitag, 21. März 2014

Hier der Beitrag von Carolin Obermüller zur aktuellen u\hof: Eyecatcher



Wer will nicht gerne ein Held sein? Von den Guten geliebt und den Bösen gefürchtet. Eine Legende. Doch was macht einen Helden eigentlich aus? Und ist die Welt wirklich so leicht in schwarz und weiß, Gut und Böse zu unterteilen? Diese spannenden Fragen stellt sich der englische Dramatiker Richard Hurford in seinem Stück „Eyecatcher“, das derzeit am u\hof: läuft.


Die alte griechische Sage von Perseus und der Medusa – neu aufbereitet! Hier kurz zum Inhalt des Stückes: Die drei, nun ja, nicht sehr ansehnlichen Schwestern Grim, Gris und Gru – auch die „Graien“ genannt – leben in einer Höhle fernab jeglicher Zivilisation, wo sie ihre vierte Schwester, die Medusa, hüten. Diese wurde zum Schutz ihrer selbst und anderer weggesperrt. Die drei Graien teilen sich ein Auge, das sie abwechselnd tragen. Eines Tages erscheint der junge Perseus in ihrem Zuhause. Er muss einem grausamen König, der seine Mutter gefangen hält, das Haupt der Medusa bringen. Mit List und Tücke erschleicht er sich die Sympathie der Graien und tötet Medusa am Schluss, überzeugt davon, das Richtige getan zu haben. Die drei Hinterbliebenen jedoch trauern um ihre tote Schwester und beklagen den Verlust. Sie beschließen, wie Perseus loszuziehen und ihre Version der Geschichte zu erzählen. 


Obwohl die Aufführung nur ca. eine Stunde dauert, fehlt es ihr an nichts. Der alte Sagenstoff wird gekonnt zum Leben erweckt, und die Inszenierung überzeugt mit Witz, grandiosen Darstellen sowie großartigen Kostümen und einem hervorragendem Bühnenbild. 


Markus Pendzialek ist als Perseus herrlich selbstverliebt und nicht von seinen Vorstellungen von der Welt abzubringen, Wenzel Brücher, Sabrina Rupp und Katharina Stehr sind als die Graien schaurig anzusehen und tun einem doch furchtbar leid, als sie am Ende ihre verlorene Schwester beweinen. 
Die Musik ist stellenweise etwas zu laut, aber da sie der Dramatik erst richtig Ausdruck verleiht, ist das durchaus zu verzeihen. 


Großteils lustig, wird doch immer wieder mahnend der Zeigefinger erhoben. Die Frage nach dem „wahren Helden“ bleibt einem im Gedächtnis. Und man merkt, dass es so gut wie nie einfach nur Gut und Böse gibt. Meistens gibt es nämlich zwei Seiten ein und derselben Geschichte. In diesem Sinne: Eyecatcher ist kein reines Kinderstück – es ist geeignet für alle Altersgruppen, denn wir alle sollten unsere moralischen Ideale hin und wieder hinterfragen.

Landestheater wird zur Schreibwerkstatt

Donnerstag, 9. Januar 2014

Das Landestheater Linz startet diesen März eine Schreibwerkstatt ab 15 Jahren. Das Projekt leitet Regisseurin und Schauspielerin Nora Dirisamer.

Schreibbegeisterte Leute aufgepasst! Im März startet im Rahmen des theaterpädagogischen Angebots des u\hof: Theater für junges Publikum eine SCHREIBWERKSTATT. Diese ist für alle ab 15 Jahren gedacht, die gerne schreiben und Lust darauf haben, zum Thema KATASTROPHE! Texte unterschiedlichen Formats zu kreieren. Ob Kurzgeschichte, Ballade, Essay, Gedicht oder Theaterstück – jedes Genre ist erlaubt.

Anleitung und Schützenhilfe dabei gibt Regisseurin und Schauspielerin Nora Dirisamer.


Gemeinsam mit den THEATERSTUDIOS werden im Rahmen eines KATASTROPHEN!-Wochenendes (12. - 14. Juni 2014) sowohl die Ergebnisse der THEATERSTUDIOS als auch die Arbeiten aus der SCHREIBWERKSTATT präsentiert.

Termine für die SCHREIBWERKSTATT:
Auftaktveranstaltung Sa, 1. März 2014, 10.00 - 12.30 Uhr
Folgetermine: Mi 5., Di 11.,Fr 14., Di 18., Di 25. März 2014, jeweils 17.30 - 21.00 Uhr

Anmeldung per E-Mail unter: held@landestheater-linz.at

Anmeldeschluss: So, 16. Februar 2014

Nachlese - Schule mit Clowns

Mittwoch, 8. Januar 2014



Am 19. Dezember 2013 standen vier Clowns im u\hof: im Mittelpunkt und wurden von der Presse am Samstag, den 21. Dezember, mit Begeisterung gelobt:

Andreas Hutter vom Neuen Volksblatt lobt den Einsatz von Slapstick und Klamauk der Regisseurin Brigitta Waschnig und auch „Bühnenbildner Jan Meier hat dafür eine im Dezember-Nebel aufheiternd bunte Manege geschaffen.“ Das u\hof:-Ensemble als Clownschüler „gefiel in ebenso bunten Kostümen […] auch den Premierenklassen.“

„Turbulenter Theaterspaß“ wird in der Kronen Zeitung von Milli Hornegger bereits im Titel angekündigt. Die Journalistin empfand die Inszenierung „stellenweise ein bisserl zu überdreht“, doch sie konnte sich von dem lachenden, kichernden Publikum im Volksschulalter mitreißen lassen und schließt daraus: „So gesehen kann Regisseurin Brigitta Waschnig eigentlich nichts falsch gemacht haben.“ Auch die Schauspieler und Schauspielerinnen werden lobend erwähnt: „Sabrina Rupp, Katharina Stehr, Wenzel Brücher und Markus Pendzialek widersetzen sich als angehende Clowns mit Inbrunst - und sehr musikalisch - den Dompteurversuchen von Birgit Schwamberger-Kunst.“ Abschließend zollt Milli Hornegger dem Ensemble auf gut clownisch „Räspeckt“!

In den Oberösterreichischen Nachrichten fand auch Peter Grubmüller keinen Grund, diese „Schulklasse zum Abbusseln“ zu kritisieren. Besonders Birgit Schwamberger-Kunst wird mit ihrem „grandios komischen Talent“ hervorgehoben.

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Nachlese - Schlimmes Ende

Mittwoch, 23. Oktober 2013

„Lachtränen und Begeisterung“ gab es von Lena Aschauer von der Kronen Zeitung für die österreichische Erstaufführung der u\hof: Produktion von Schlimmes Ende. Als „skurriles Stück, das genial witzig gelungen ist“ beschreibt Aschauer die Inszenierung. „Die brillanten Schauspieler schaffen es mit professioneller Blödelei und einer vielfältigen Geräuschkulisse, ein Hörspiel greibar zu machen und mit den einfachsten Requisiten auf die Bühne zu bringen.“ Damit „bringen die Darsteller den Linzer u\hof: zum Beben, indem sie mit einfachsten Requisiten verschiedenste Alltagsgeräusche imitieren.“ Lob gibt es für Markus Pendzialek, der „mit der unglaublichen Darbietung der Tante Maud für Lachtränen sorgt.“ Auch „Wenzel Brüchers Stimme“ und „Wolfgang Wodo Gratts Meer an Klängen“ sorgt für Begeisterung beim Publikum. Fazit: „Ein einzigartiges Stück, mit einem „vielleicht nicht mehr ganz so schlimmen Ende“.“

Von einer „köstlichen Live-Hörspiel-Premiere“ schwärmt Melanie Wagenhofer vom Neuen Volksblatt ist. „Mit wenigen Mitteln lassen die Akteure vor dem geistigen Auge des köstlich unterhaltenden Publikums eine schräge wie komische Welt à la Monty Python entstehen.“ Als „äußert gelungen“ beschreibt Wagenhofer die Inszenierung, welche vor allem durch „ein perfekt eingespieltes Team grandios umgesetzt und von u\hof: Chef John F. Kutil originell inszeniert wurde.“ Lob gibt es zudem für die schauspielerischen Qualitäten der Darsteller. Vor allem Markus Pendzialeks Leistung, der „mit seiner Stimme und seinem Gesichtsausdruck sein komödiantisches Talent unter Beweis stellt“ bezeichnet sie als „herausragend.“ Weiters brillieren Wolfgang Wodo Gratt als „Geräuschemacher, der die Soundeffekte punktgenau setzt und so die Bilder im Kopf vervollständigt“, genauso wie Wenzel Brücher, der „einprägsam die Geschichte erzählt uns seine Rolle ebenfalls gekonnt“ zum Besten gibt.

Als „aberwitziges Abenteuer“ titelt Silvia Nagl in den Oberösterreichischen Nachrichten. Nagl ist von der gekonnten Umsetzung der Darsteller begeistert, wodurch „sich die Abenteuer in der Phantasie der Zuhörer abspielen, wie es eben beim guten, alten Hörspiel sein soll.“ Zudem lobt sie auch den „großartigen Stimm- und Körpereinsatz“ der Schauspieler, welche die „gesamte Geräuschkulisse live erzeugen.“ Insbesondere lobt sie die Darbietung von Markus Pendzialek, „der in Mehrfachrollen schlicht zum Zerkugeln ist!“  „Ein nostalgischer Spaß für Ältere, ein vergnügliches neues Theatererlebnis für Jüngere.“

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Preview - Schlimmes Ende

Freitag, 4. Oktober 2013

Der u\hof: Theater für junges Publikum wird 15! Am 10. Oktober 1998 feierte die junge Sparte des Landestheaters Linz mit Geheimnisse im Drachenwald ihren Einstand.

15 Jahre und 85 Produktionen später öffnet der u\hof: am 11. Oktober 2013 um 19.30 Uhr seine Pforten im OÖ Kulturquartier mit der Österreichischen Erstaufführung des LIVE Hörspielerlebnisses Schlimmes Ende nach dem Roman von Philip Ardagh.

Als "Jubiläumsstück" hat u\hof:-Chef und Regisseur John F. Kutil ein neues Format ausgewählt. Das "LIVE Hörspiel". "Ich finde es schön, dass man wo einfach mal zuhören muss", so Kutil. Eine konkrete Frage beim Inszenieren war "wo gebe ich optische Reize, wo kann man sich zum Beispiel an einem Requisit "anhalten" und wo höre ich einfach nur zu." Ein wichtiges Element um die gruselige, skurrile Geschichte von Eddie Dickens, dessen Eltern an einer schrecklichen Krankheit leiden - sie sind gelb, wellig an den Rändern und stinken nach alten Wärmflaschen -, erlebbar zu machen, sind Geräusche. Diese kommen von Musiker Wolfgang Wodo Gratt, der auch auf der Bühne zugegen ist und die Soundkulisse live und analog erzeugt. Dabei hat er "in die alte Trickkiste der Geräuschemacher" gegriffen. Um den optischen Rahmen für das Hörspiel hat sich Julia Edlmair gekümmert. Sie hat ein Tonstudio mit Selfmade-Charakter geschaffen, das sich wunderbar in die u\hof: Gegebenheiten integriert.

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Nachlese - Schneeschuhhasen im Glas

Dienstag, 1. Oktober 2013

Der u\hof: macht mobil! Mit dem Klassenzimmerstück Schneeschuhhasen im Glas begeisterten Regisseurin Julia Ransmayr, Ausstatterin Birgit Beham und Schauspielerin Julia Carina Wachsmann bei der Premiere am 27. September 2013 die SchülerInnen des Fadinger-Gymnasiums. Und auch die anwesenden KritikerInnen zeigten sich hellauf begeistert:

In der Regie von Julia Ransmayr geligne es „das Publikum immer wieder auf Augenhöhe einzubinden“, schreibt Karin Schütze in den Oberösterreichischen Nachrichten. Julia Carina Wachsmann turne „resolut über die Tische, nimmt sich kein Blatt vor den Mund.“ „Temperamentvoll und bewundernswert textsicher bahnt sie sich ihren Weg zwischen Ethik, Gentechnik und Glaubensfragen... .“ „Kabarettreif ist die In-Vitro-Zeugung ... .“ „Starker Beifall gefolgt von einer regen Diskussion mit der Autorin und dem Theaterpädagogik-Team um Katrin Maiwald.“

„Den Ton des jungen Publikums (ab 15 Jahren) treffen die Autorin und Regisseurin Julia Ransmayr vorzüglich. Julia Carina Wachsmann weiß ihn als 17-jährige Protagonistin in dem Monolog perfekt umzusetzen.“, lobt Mariella Moshammer im Neuen Volksblatt. Und weiter: „Regisseurin Julia Ransmayr schafft es, große globale Fragen gleichberechtigt neben kleine private zu stellen.“

Lena Aschauer in der Kronenzeitung erwähnt gleich zu beginn den „tosenden Applaus“. „Julia Wachsmann ist wohl die Idealbesetzung für diese Rolle: Die Herausforderung eines Ein-Personen-Stückes hat sie grandios gemeistert und konnte die Schüler mit authentischem Spiel für sich gewinnen.“

Stückinfo

Nachlese - Heiße Sohlen

Montag, 24. Juni 2013

Sommerzeit ist Schäxpir-Zeit! Zumindest alle zwei Jahre. Das biennal ausgetragene Festival für Theater für junges Publikum findet heuer zum siebten Mal statt und das Landestheater Linz steuert wie gewohnt eine Uraufführung bei. Henry Mason hat Heiße Sohlen, ein Schauspiel mit Tanz, für das u\hof: Ensemble plus Gäste und 12 Amateure im Seniorenalter geschrieben, John F. Kutil hat das wunderbare Generationenstück auf die Bühne gestellt. Da haben sogar die gestrengen Federn der hiesigen PressevertreterInnen im Takt gewippt:

„Der Brückenschlag zwischen Teenies von heute und ihrer Großeltern-Generation ist voll gelungen!“, äußert sich Claudia Tröster in der Kronenzeitung voll des Lobes. „Authentisch, berührend und trotzdem so unterhaltsam“, heißt es weiter. Die Amateure haben sich „sofort ins Herz des jungen und jung gebliebenen Publikums spielten.“ „... Hut ab vor der Leistung des u\hof:-Teams samt Gästen (Markus Pendzialek, Katharina Stehr, Sabrina Rupp, Wenzel Brücher, Tobias Eiselt und Claudia Waldherr).“

„Allein die Idee von Autor Henry Mason und Regisseur wie u\hof:-Leiter John F. Kutil ist spitze“, so Karin Schütze in den OÖN. „Der Brückenschlag auf der Bühne zwischen Profis und herzerfrischend spielfreudigen Amateuren gelingt.“

„Soviel ältere Menschen im Publikum bei einem Stück des internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestivals Schäxpir?“ fragt Heinz Wagner vom Kinder-Kurier provokant. „Heiße Sohlen ließ viele dieser älteren Damen und Herren mitsummen, -singen und -swingen. ... Doch auch Jugendliche haben weit mehr als nur eine Live-Geschichtsstunde in einem Stück Jugendkultur der Großeltern.“

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Nachlese „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“

Mittwoch, 30. Januar 2013

Heidelinde Leutgöb kehrt mit ihrer Inszenierung der Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor an den u\hof: zurück, den sie von 2001 bis 2007 geleitet hat. Vom Premierenpublikum ab Jahren wurde das Stück, nach Martin Baltscheits Bilderbuch, über einen alternden, dementen Fuchs mit großem Beifall aufgenommen. Ah, und bevor ich’s vergesse: Auch die Presse hat viel Lob dafür übrig:

„Ein tolles Stück über ein schwieriges Thema“, fasst es Elisabeth Rathenböck in der OÖ Krone zusammen. Aus der knappen Bilderbuchvorlage machte Heidelinde Leutgöb „eine pfiffige Theaterfassung“. Inszeniert in „gewohnt bunter, flotter Handschrift“, sodass ein „sehenswertes Stück für junge Leute ab 8 Jahren“ herauskäme. „Brillant gespielt“, habe Christian Lemperle, als „alter Fuchs“. „Katharina Stehr und Markus Pendzialek spielen die Jungen vielseitig und wendig.“ Richard Stockingers Bühnenbild sei ein „fantasievolles Interieur“, die Live-Musik von Nebojša Krulanović und Andreas Luger „knallige Showeinlagen“. Schluss-Prädikat: „Sehenswert!“

„Kurzweilig inszeniert“, so urteilt Philipp Wagenhofer im Neuen Volksblatt. „Wunderbar spielen Katharina Stehr und Markus Pendzialek“; „Christian Lemperle ist in jeder Situation Herr der Lage, als Hauptfigur facettenreich“, bekommen die drei Darsteller ein tolles „Zeugnis“ ausgestellt. „Ambiente und Kostüme von Richard Stockinger sind ideenreich“, die lobende wenn auch vage Auskunft über die Ausstattung. Zur Regie: „Heidelinde Leutgöb hat viele Register gezogen, wunderbare Einfälle bezüglich Slapstick, ..., berührenden Momenten und musikalischen Zwischenspielen gefunden.“

Silvia Nagl beschreibt in den OÖN wie folgt: „Heidelinde Leutgöb hat eine Bühnenfassung mit viel Musik und hübschen Einfällen“ gemacht. Richard Stockingers Kostüme seien „fesch“; „50 flotte Minuten, in denen Theater das Älterwerden im Zeitraffer und passend auch für Menschen ab 8 abbildet.“

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Nachlese König & König und Ephebiphobia (Angst vor Teenagern)

Montag, 22. Oktober 2012

Während draußen die bunten Blätter herunterfallen und sich weitgehend nebelgrau breitmacht, wird am Landestheater Linz fleißig an der Aufstockung des Repertoires gearbeitet. Vergangenes Wochenende wurden gleich zwei Stücke dem Publikum „übergeben“. Alexander Grubers modernes Märchen König & König feierte am Freitag, 19. Oktober im u\hof: Premiere und tags darauf wurde Tamsin Oglesbys Ephebiphobia (Angst vor Teenagern) in den Kammerspielen uraufgeführt. Wie immer mit dabei, unsere fleißigen Leute von der Zeitung:
   
„Die flotte Linzer Fassung peppt Asli Kislal mit allerlei Zeitkolorit und Songs auf“, formuliert Elisabeth Rathenböck in der Kronenzeitung. „Prinz Schöngeist wird von Wenzel Brücher sensibel charakterisiert; Katharina Stehr ist eine resolute Königin Mutter.“ Karin Schütze von den OÖN hebt die „zeitgeistige Regie von Asli Kislal“ hervor. Es sei eine „flotte, frische Stunde mit Witz zu erleben, in die sich das Publikum lebhaft einbringt und dabei von den spontan reagierenden Darstellern“ - hier macht sich das Training für den Theatersport schon bemerkbar ;-) - „unterstützt wird.“ „Katharina Stehr ist eine resolute, beherzte Königin, Wenzel Brücher der sensible, etwas introvertierte Prinz, Markus Pendzialek der komplizierte, unbeholfene Diener Nebelknecht.“ Positiv wird auch „der schmissige Musik-Mix“ von Uwe Felchle erwähnt.

Stückinfo & Termine

Vom Theater für junges Publikum, nun zur „Angst vor Teenagern“. Die Presse zeigte sich unisono begeistert von der Uraufführung des Zeitstücks Ephebiphobia von Tamsin Oglesby:

„Pubertät als Theaterereignis“ titelt Milli Hornegger in der Krone. „Ein grandioses Stück, famos übersetzt, glänzend inszeniert!“ „Verbal und spielerisch ein Ereignis!“ Bettina Buchholz sei „glänzend“, Klaus Köhler „fabelhaft“, Katharina Wawrik „eine Wucht“. Und das Fazit: „Zwei Stunden intelligente Unterhaltung, über die es Spaß macht nachzudenken.“

Philipp Wagenhofer benennt im neuen Volksblatt die Inszenierung „flott, humorvoll und eindringlich“. Die Videoprojektion von Johannes Lindtner findet er schlicht „köstlich“. - Ein kleiner Insider-Joke, den alle, die im Stück drinnen waren sofort verstehen und alle anderen, tja die sollten unbedingt rein gehen! „Katharina Wawrik gelingt es ... abwechselnd renitente und sensible Heranwachsende überzeugend darzustellen.“

Gänzlich überzeugt ist auch Silvia Nagl, die in den OÖN von einer „umjubelten Uraufführung“ berichtet. „Tamsin Oglesby [Autorin; Anm.] verfügt über jene so erfolgreiche Qualität der well-made play-Stücke britischer Autoren wie Albee oder Pinter.“ „Klug, ironisch, mit trockenem britischem Humor.“ „Christian Wittmann bringt all das in die dementsprechende deutschsprachige Fassung.“ „Ein großartiger Theaterabend, bei dem einfach alles passt.“ „Christian Wittmann geht mit den Stückfiguren exakt um, formt starke Charaktere und Typen.“ „Klaus Köhler ist eine absolut geglückte Studie zwischen locker-jovialem und dann wieder überfordertem Vater.“ „Großartig wie er zwischen ernst, komisch und bitterböse-schmallippig mit messerscharf schneidender Stimme agiert.“ Über Bettina Buchholz: „Endlich wieder einmal eine große Rolle für diese außergewöhnliche und textdeutliche Schauspielerin.“ Katharina Wawrik habe einen „beachtlichen Einstand“. Es gäbe „Identifikationsmöglichkeiten für jeden auf vielerlei Ebenen das ist Theater für mehrere Generationen.“

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Nachlese Theatersport und Stella

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Ein premierenstarkes Wochenende liegt hinter uns: Am Samstag, 6. Oktober „premierte“ Theatersport als neues Format am Landestheater Linz und eröffnete gleichzeitig die Saison im u\hof: Theater für junges Publikum mit einem riesen Tusch und extrem guter Stimmung - allerdings in den Kammerspielen. Tags darauf wurde mit Stella ein Werk aus Goethes jungen Jahren auf die Bühne des Eisenhand gebracht, das in seiner kammerspielhaften Struktur und mit den sich verausgabenden Spielern Gänsehautfeeling erzeugte. Apropos Gans: Kritiken gab es naturgemäß auch viele - Gänse wurden dafür aber keine gerupft, denn anders als in Goethes Zeiten, läuft die Entstehung eines Textes heute relativ tierfrei ab:
   
„Der Auftakt ist gelungen“, beschreibt Claudia Tröster, Kronenzeitung die erste Premiere des Theatersports in den Kammerspielen. „Der Star des Abends war John F. Kutil als Moderator, Schiedsrichter und Regisseur“, heißt es weiter. „Experiment gelungen“ - das erfreuliche Fazit.

Silvia Nagl von den OÖN ist über die Maßen überzeugt von den sportlichen Aktivitäten in den Kammerspielen: „Wetten, dass sich dieses neue Angebot am Landestheater Linz zum Publikumsrenner entwickeln wird?“ schreibt sie gleich zu Beginn in ihrer Besprechung. John F. Kutil „führte charmant und humorvoll durch den Abend“; „so viel gelacht wurde schon lange nicht mehr in den Kammerspielen.“ Und auch die Musik bekommt ihren Raum: „Souverän begleitet vom Mann am Klavier, David Wagner.“

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„Keine Spur von Trauerspiel“ entdeckte Claudia Tröster von der Kronenzeitung in Johannes von Matuschkas Inszenierung von Goethes Stella. Er machte Stella „zu einem Fest der Liebe“. Die Titelrolle werde von „Katharina Vötter mit Bühnenpräsenz dargestellt“. „Cäcilie, ..., souverän: Katharina Hofmann“. „Gedanken an Selbstmord“ lasse Matuschka gar nicht erst aufkommen - ist doch gut so, oder?!

Für Andreas Hutter, Kultur-Ressort-Chef des neuen Volksblatts lieferte Christian Manuel Oliveira eine „starke Vorstellung“ in Stella, die sich „nicht verflüchtigt hat.“ „Mit den beiden Katharinas, Vötter und Hofmann, waren zwei große Stützen des Schauspielensembles am Werk“, bedenkt er auch die weiblichen Darstellerinnen mit Lob. Vötter spiele sich als Stella „die Seele aus dem Leib, lieferte den Parforceritt einer verzweifelt Liebenden ab.“ Henriette Schmidt spiele die Lucie „mit wenig Text ausdrucksstark“. Fesch!

Und last but not least betont Silvia Nagl in den OÖN „Da kommt die wunderbare Sprache, von den Akteuzren deutlich und schön dargebracht, voll zur Geltung.“ „Oft gelingen Bilder und Szenen von faszinierender Schönheit, betörender Intimität und beeindruckender Symbolik...“. „Viel Applaus für das intensiv, energievoll und auch berührend agierende Schauspielteam.“ - Um’s mit Goethe zu sagen: „Mehr nicht!“

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Nachlese Quartette, Marsmädchen und Die Kunst des Fallens

Mittwoch, 2. Mai 2012

Premieren-Dichte! Drei Premieren innerhalb dreier Tage - da ist ordentlich was los im Landestheater Linz. Mit Quartette - Angels und Insects lieferte das Ballettensemble einen „Ersatz“ für die verschobene Premiere Das Narrenschiff. Im u\hof: feierte mit Marsmädchen eine Ode an die erste Liebe Österreichische Erstaufführung. Die Kunst des Fallens wurde in den Kammerspielen erprobt. Und überall mit dabei: Die fleißigen Damen und Herren von der Presse:

„Eine kraftstrotzende Augenweide“, findet Milli Hornegger in der Kronenzeitung schmeichelnde Worte für Quartette, „in der vor allem die Männer machtvoll beeindrucken“. Im Neuen Volksblatt attestiert Margret Czerni dass „Ulrichs erprobte und hervorragende Compagnie einmal mehr ihr Bestes leistete und langanhaltenden Applaus ernten konnte! Bravo!“ Auch Silvia Nagl findet in den Oberösterreichischen Nachrichten lobende Worte: „Das 11-köpfige Ensemble zeigt, was es kann“; die Choreografie verlange „enorm viel Körperbeherrschung, Wendigkeit und Kondition“. „Bravourös meistert das Ensemble die Herausforderungen.“

 „Einfühlsam und glaubwürdig“ spielen Sabrina Rupp und Katharina Halus laut Jasmin Gaderer in der OÖ Krone die „Marsmädchen“. Das Stück thematisiere das Tabu „einfühlsam, mit viel Humor und Ironie“. Es sei „lockerflockig aufbereitet“ mit einem „einfallsreichen Bühnenbild“. „Für viel Gelächter sorgten Markus Pendzialek und Wenzel Brücher als kongeniales Tussi-Duo.“ Mariella Moshammer schreibt im Neuen Volksblatt: „Witzig, ironisch und passend zum Leben von Jugendlichen geht es ziemlich rasant zu in Marsmädchen“. „Marsmädchen ist wie geschaffen für Jugendliche, die gerade dabei sind, die Liebe und vor allem sich selbst zu entdecken“, so Peter Grubmüller in den OÖN. Sabrina Rupp gebe Miriam eine hinreißende Seele. „Ihr Strahlen, ihre Präsenz versichert dem Publikum die Existenz des prächtigsten aller Gefühle.“

Die Kunst des Fallens in den Kammerspielen beschreibt Reinhard Kriechbaum von Nachtkritik.de als „Epos voller praller Volksfiguren“ vom Typos Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald. Regisseurin Bernarda Horres „tarier und arrangiert mit viel Geschick das uferlose Leid am Donauufer“. „Liebenswert absurd“ sei es, „wie all die Leute ihr Allein- und Ausgesetztsein in der biergarten-geborgenen Gruppe lauschig zelebrieren“.

Preview - Marsmädchen

Dienstag, 17. April 2012

Gemütliches Presseinformationsgespräch zu Marsmädchen - der nächsten u\hof: Premiere am 26. April 2012. Regisseurin Margit Mezgolich, Ausstatterin Alexandra Burgstaller und Dramaturgin Katrin Maiwald plauderten mit den VertreterInnen der Presse über die erste Liebe.

Marsmädchen erzählt von der berühmten ersten Liebe. Die Besonderheit: es sind zwei Mädchen, bei denen die Schmetterlinge im Bauch die Flügel ausbreiten. Eine Konstellation, die in der Kinder- und Jugendliteratur laut Dramaturgin Katrin Maiwald sehr stark unterrepräsentiert ist. Umso erfreulicher, dass die Österreichische Erstaufführung des Romans von Tamara Bach im Linzer u\hof: stattfindet!
Es inszeniert Margit Mezgolich, die den Roman auch dramatisiert und in Österreich verortet hat: "Das Thema des Coming Out wird sehr, sehr gut behandelt und wird mit viel Humor und Dynamik erzählt." Alexandra Burgstaller hat sich für das Bühnenbild die Frage gestellt was man Kindern im Alter von 13 Jahren "zeigen kann und was ich nicht mehr zeigen brauche," weil die Fantasie des Publikums das übernehme. Gelandet ist sie bei 25 Buchstaben - 65 cm hoch und 20 cm breit - aus denen alles gebaut wird und Orte auch "geschrieben" werden. In der Auswahl der Musik beweist Mezgolich laut eigener Aussage „Mut zum Kitsch“.

Stückinfo & Termine

Preview - Welttag des Theaters für junges Publikum

Dienstag, 13. März 2012

Das junge Publikum ist nicht jenes von morgen, sondern das von heute! Deshalb wird am 20. März 2012 der Welttag des Theaters für junges Publikum begangen und gefeiert. Die Linzer Theaterhäuser u\hof: und Theater des Kindes, die gemeinsam die Altergruppe 3 bis 16 Jahre abdecken, tun sich an diesem Tag zusammen und bieten ein tolles Programm für das junge und jungebliebene Publikum an. Heute wurde das ganze im OÖ Presseclub den Medien präsentiert:

In Linz findet der Welttag des Theaters für junges Publikum unter dem Motto SPIELFELD LINZ: Freundschaftsspiel – Auswärtsspiel – Heimspiel – Wechselspiel statt. Dabei machen die beiden Institutionen u\hof: Theater für junges Publikum und das Theater des Kindes gemeinsame Sache. 
Heimspiel, Freundschaftsspiel und Auswärtsspiel: Neben verbilligten Vorstellungen, die in den beiden Theaterhäusern angeboten werden, verlassen die Mitglieder des Ensembles des u\hof: sowie des Landestheater-Schauspielensembles und des Theaters des Kindes auch ihr gewohntes Terrain. Sie werden mobil und besuchen Kinder im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz und in der Landes-Frauen- und Kinderklinik sowie im Mutter-Kind-Haus Neue Welt und dem Kinderheim St. Isidor in Leonding, um dort verschiedene Theateraktionen zu veranstalten.

Unter Wechselspiel versteht sich einerseits das Zusammenwirken unterschiedlicher Abteilungen, die Theater überhaupt erst möglich machen. Und andererseits der Perspektivenwechsel, der entsteht, wenn TheaterbesucherInnen plötzlich zu TheatermacherInnen werden. Der u\hof: organisiert hierzu für Schulklassen drei Workshops. 2 Workshops zu Marsmädchen mit Blick hinter die Kulissen (14+) und ein Improworkshop mit John F. Kutil (14+).

Wer beim Flashmob-Workshop von John F. Kutil mitmachen möchte, der kommt einfach um 14.15 Uhr am Vorplatz der Kammerspiele, Promenade 39 vorbei. "Ge-flash-mobbed" wird dann um 15.30 Uhr am Hauptplatz!

Weitere Infos unter:
www.theater-des-kindes.at
www.uhof.at

Nachlese A Clockwork Orange

Montag, 27. Februar 2012

Echt Horrorshow!
In den 1960er Jahren war der Roman A Clockwork Orange von Anthony Burgess bereits ein Aufreger, zehn Jahre darauf wurde er von Stanley Kubrick verfilmt und zur Legende. John F. Kutil nahm sich den Stoff für die Bühne vor und verwandelte ihn mit seinem u\hof: - Team und Teilen des Linzer Schauspielensembles in eine aufregende Theaterinszenierung. Nach der Premiere am Samstag zeigt sich die Presse durchaus begeistert: 

Milli Hornegger von der Kronen Zeitung beschreibt das „äußerst kunstvolle“ Prügeln der Hauptdarsteller und zeigt sich von der Inszenierung überzeugt. „Kutil wollte in seiner Inszenierung nicht voyeuristisch sein, aber der Realität durchaus ins Auge schauen.“ - Das sei ihm mit seinem Team „perfekt gelungen“. „Wenzel Brücher spielt den Alex als echt bösen Buben.“ „Das Ensemble ist riesig und bis in kleinste Statisterie-Rollen hervorragend gecoacht.“

„Kutil wartet mit einer Fülle guter Regieideen auf“, so die Meinung von Andreas Huttler vom Neuen Volksblatt. „Rasant, kurzweilig und auf Aktualität bezugnehmend“, fasst er zusammen. „Das minimalistische Bühnenbild (...), bietet natürlich in erster Linie Wenzel Brücher viel Raum für seine intensive, dämonische Darstellung des Alex.“ Gesamt bezeichnet er das Ensemble als „engagiert zu Werke gehend“ und hebt Aurel von Arx, Katharina Bigus und Manuel Klein noch namentlich hervor.

Auch Silvia Nagel von den Oberösterreichischen Nachrichten zeigt sich begeistert. „Die Inszenierung am Landestheater ist jedenfalls sehr gelungen.“ Dem Kampfchoreographen wird ebenso Lob ausgesprochen wie dem Regisseur und dem Ensemble. „Viel Gulliver (Hirn) wurde eingesetzt (...) Ein Abend mit Tempo, jedoch ohne Hudelei. Zum Diskutieren und Nachdenken.“

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A Clockwork Orange - Preview

Dienstag, 21. Februar 2012

Es ist keine leichte Kost, die John F. Kutil seinem jungen Publikum in den Kammerspielen vorsetzt. Am Samstag, 25. Februar hat A Clockwork Orange Premiere.

Das Stück A Clockwork Orange nach dem Roman von Anthony Burgess wurde anno 1971 durch Stanley Kubricks Verfilmung Kult. Am Landestheater Linz inszeniert u\hof: Leiter John F. Kutil die Parabel von Alex, dem gewalttätigen Intellektuellen mit ausgeprägtem Hang zu klassischer Musik, der am Ende selbst zum Opfer wird.

Ist im Jahr 2012 die Gewaltbereitschaft gestiegen? Die Methoden noch brutaler geworden? Oder lassen uns Internet und Social Media das nur glauben? Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, in der viele Jugendliche ihre Freizeit mit Ego-Shooter-Spielen verbringen, drängt sich die Frage auf, was zu extremer Gewaltbereitschaft führt und folglich, wie der Strafvollzug für die Täter auszusehen hat.   
 „Theater soll Fragen aufwerfen und kann keine Lösungsvorschläge liefern“, so Regisseur Kutil.  „Ich möchte, dass die Zuschauer drinnen sitzen und sagen: Ist ja leiwander als ein Actionfilm! - Und dann kippt das ganze.“ Eine Gratwanderung. Denn weder will die Inszenierung Gewalt verherrlichen, noch verurteilen und den pädagogischen Zeigefinger rausholen.

Wer das Buch gelesen oder Kubricks Meisterwerk in Erinnerung hat, der weiß, dass Gewalt ein großes Thema darin ist. „Und damit das halbwegs nach etwas aussieht“, so John F. Kutil, dafür sorge Kampfchoreograf Josef Borbely. Über sich selbst sagt Borbely, er sei zuständig für die „sensible Brutalität“. Ohne Choreografie und genauen Bewegungsablauf wäre die Verletzungsgefahr enorm. „Und die Rollen sind ja nicht doppelt besetzt“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Am 28. Februar findet nach der Vorstellung in den Kammerspielen eine Podiumsdiskussion zum Thema Umgang mit jugendlichen Gewalttäter_innen statt. Mit dabei: John F. Kutil, die Kinder- und Jugendanwältin Christine Winkler-Kirchberger, Neustart-Leiter Alfred Kohlberger und LKA-Inspektor Alexander Geyrhofer.

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Nachlese Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert

Montag, 12. Dezember 2011



Fantastisch. Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert ist ein Theaterstück, das mit viel Einfühlungsvermögen, Witz, Tempo und positiver 
Energie Kindernöte ernst nimmt und ganz nebenbei Lust auf Beschäftigung mit Geschichte macht. Das fanden auch die Zeitungs-Menschen äußerst gut:

Silvia Nagl konstatiert in den OÖ Nachrichten etwa „da geht ganz schön die Post ab“, „dynamische Inszenierung“. Unglaublich sei wieiviel „Power und Temperament“ in Sabrina Rupp als „fantasiebegabte Johanna“ stecke. „Große Klasse“, „ihre funkig-soulige Stimme“. Überhaupt sei das Ensemble: „spielfreudig und quirlig.“ Schlussworte: „eine kurzweilige Theaterstunde mit überbordender Fanstasie zum Weiterträumen daheim“.

Optisch goutierte Andreas Hutter im Neuen Volksblatt das „einnehmende Bühnenbild von Caroline Stark“. „Wahrhaft grandios“ bekleidet habe die Rolle der Johanna „auch gesanglich, die quirlig-dynamische Hauptdarstellerin Sabrina Rupp: ein Riesengewinn für den u\hof:!“

Auch die Krone tunkt in dasselbe Tintenfass: Johanna werde von einer „wunderbaren, auch stimmlich überzeugenden Sabrina Rupp“ verkörpert, so Milli Hornegger in ihrer Kritik. Und die Regie: „Nora Dirisamer stellt mit nur vier (prächtigen) DarstellerInnen einen ganzen Figurenkosmos auf die Bühne“. Die Ausstattung: „Caroline Stark baut dafür eine Bühne wie aus dem Kinderbuch“. Das Urteil: „Eine feine Sache!“

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Nachlese Darwins Erbe

Mittwoch, 2. November 2011



Darwins Erbe – ein Stück über Freundschaft und gesellschaftliche Unterschiede wurde viel beklatscht im u\hof: zur Österreichischen Erstaufführung gebracht. Keine Leichte Kost, aber unsere ehrenwerten Feuilletonisten haben’s verstanden und gewürdigt:

„Ein spannendendes, aber auch herausforderndes Stück“, beschreibt Karin Schütze in den OÖ Nachrichten. Regisseur Michael Schachermaier erzähle „tempo- und ideenreich mit viel Witz“ aber ohne „überflüssige Blödelei“. Das Bühnenbild von Julia Kopa bezeichnet sie als „abenteuerliches Ambiente“. Die einstündige Aufführung sei „darstellerisch packend“. Resümee: „kluges Stück, gelungen inszeniert, packend gespielt.“

„Bernhard Georg Rusch und Florian Stohr sind ernsthaft im Auftreten“, gäben der Inszenierung aber „eine glaubwürdige jugendliche Dynamik“, bemerkt Claudia Tröster in der Kronen Zeitung. Ihr Fazit: Keine leichte Kost..., aber ein geeigneter Versuch, „junge Menschen zum Nachdenken anzuregen.“ „Bravo“.

Im Neuen Volksblatt schreibt Andreas Hutter vom „sehr gelungenen, käfigartigem Bühnenbild“, Michael Schamermaier habe „recht flott und jugendlich aufgedreht inszeniert“. „Nicht nur für alle ab elf Jahren“ – Hutters Empfehlung zum Schluss.

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