Nachlese - Othello

Dienstag, 28. Januar 2014

Im April 2014 feiern wir nicht nur den ersten Geburtstag des neuen Musiktheaters am Volksgarten, sondern auch den 450 Geburtstag des wohl berühmtesten Dramatikers der Weltliteratur. William Shakespeare! Das Landestheater Linz beginnt die Feierlichkeiten schon etwas früher. Am 25. Jänner 2014 feierte Othello in der Inszenierung von Johannes von Matuschka in den Kammerspielen Premiere. Viel Lärm um Nichts? - Ganz sicher nicht! Wie es euch gefällt? - Schon eher. Hier sind die Pressestimmen unserer Theaterkritiker:

„Höchst leidenschaftlich“ nennt Wiltrud Hackl von Der Standard Matuschkas Deutung. „Schlagwerker Kai Strobel erzeugt einen kraftvollen Klangteppich.“ „Von Matuschka steuert seine Schauspieler mittels gnadenlosen Körpereinsatzes“; durch „tänzerische Einschübe“ erzeuge er „leichte, fast poetische Momente“, die Drehbühne komme „durchdacht und überlegt zum Einsatz“. „Von Arx ist ein großartiger, hochintelligenter, von Neid zerfressener Intrigant, ...“ charakterisiert sie „Iago“. Hackls Fazit: „Von Matuschka polarisiert, ..., jedenfalls kratzt er erneut an Schmerzgrenzen“.

„Mächtige Bilder einer Intrige“, titelt Claudia Tröster in der Kronenzeitung. „Der Abend wird zu eine sinnlichen Erlebnis und einem SCHAU-spiel im besten Sinne des Wortes.“ „Die Inszenierung von Johannes von Matuschka begnügt sich aber nicht damit, „Othello“ als Eifersuchtsdrama zu interpretieren, sondern rückt - aktuell, aber nicht aufdringlich - das Thema Rassismus in den Vordergrund.“ Vorangetrieben werde die Handlung durch den „intelligenten Einsatz der Drehbühne (Bühne: Marie Holzer) und das Schlagwerk von Kai Strobel“. Aurel von Arx „beweist die stärkste Bühnenpräsenz“. Markus Subramaniam (Othello) und Anna Eger (Desdemona) „entwickeln ihre Figuren [...] im zweiten Teil überzeugend“. Gunda Schanderer als Emilia biete Iago in einem Monolog Paroli.

„Mit viel Tamtam zu großer Intensität“ lautet die Headline Philipp Wagenhofers im Neuen Volksblatt. Er bezeichnet Othello als „zeitgemäße Inszenierung“. Für die Akteure bedeute die Inszenierung „auch physisch Höchstleistungen“. Regisseur Johannes von Matuschka steigere „die Tragödie [...] zu großer Intensität“. Markus Subramaniam mache Othello mit dem „gebotenen Zwiespalt glaubrwürdig“. „Hervorragend“ Anna Eger; Aurel von Arx und Peter Pertusini vermitteln ihre Rollen „eindringlich boshaft.“ Gunda Schanderer vertrete „kämpferisch die Wahrheit“, Bastian Dulisch sei ein „facettenreicher Spielball der Mächtigen“. „Packendes Finale.
 (iar)

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Preview - Die Wiedervereinung der beiden Koreas

Montag, 27. Januar 2014

Die Wiedervereinung der beiden Koreas ist das jüngste Stück des französischen Autors und Theatermachers Pommerat. Uraufgeführt wurde es im Frühjahr 2013 im Pariser L'Odéon (Intendant: Luc Bondy). Zeitgleich mit dem Landestheater Linz hatte sich auch das Schauspiel Frankfurt um die Deutschsprachige Erstaufführung bemüht. Pommerat entschied sich für das Landestheater Linz, das bereits zum dritten Mal eines seiner Stücke auf den Spielplan setzt. Frankfurt folgt im Herbst mit der Deutschen Erstaufführung.

Schauspieldirektor Gerhard Willert inszeniert diesen "Reigen" über die Unmöglichkeit und Unwahrscheinlichkeit der Liebe mit 5 Schauspielerinnen und 4 Schauspielern. Der Titel wecke per se viele Erwartungen, "Kim Jong Un kommt jedoch nicht vor," so Schauspiel-Dramaturg Matthias Döpke. Vielmehr gehe es um "Liebe in ganz ungeheuerlichen Situationen, die diesen Titel rechtfertigen." Regisseur Gerhard Willert ergänzt: "Der Titel macht natürlich ein weites Feld auf und entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie." Es sei eine "Bestandsaufnahme dessen, wo wir heute stehen". Anhand der "kleinsten sozialen Einheit" (Brecht) wird der Begriff Liebe in all seinen Facetten untersucht. Was zum Teil ein sehr hohes Überraschungs- und Komikpotenzial hat.
Florian Parbs hat ein bi-frontales Bühnenkonzept für die variantenreiche BlackBox entwickelt. Zur bestehnden Zuschauer-Tribüne wird es eine "Gegentribüne" geben. Gespielt wird in der Mitte zwischen den Zuschauerblöcken.
Silke Fischer kleidet die DarstellerInnen in schwarz/weiß. die Kostüme sind in einem sehr heutigen, zeitgenössischen Kosmos verortet.

Premiere am Freitag, 31. Jänner 2014, 20.00 Uhr in der BlackBox, Musiktheater am Volksgarten

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Nachlese - Next to Normal

Freitag, 24. Januar 2014



Einen weiteren Erfolg konnte die Musicalsparte mit der neuen Produktion Next to Normal verzeichnen, die am Samstag, 18. Jänner 2013 im Schauspielhaus des Landestheaters ihre Österreichische Erstaufführung feierte. Standing Ovations und minutenlanger Applaus waren die Folge. Hier die Pressestimmen dazu:

Mit „Die glücklichste Klospülung der Stadt“ titelt Silvia Nagl von den OÖ Nachrichten ihre Kritik und verweist dabei auf die etwas „ungewöhnliche Thematik“ der neuen Musical-Produktion Next to Normal. Die verschiedenen Gemütszustände der Mutter, von „himmelhoch jauchzend bis hin zu Tode betrübt“ werden von Hauptdarstellerin Kristin Hölck „einfach toll“ verkörpert. Dabei „bringt sie von sanft bis kraftvoll ihre wandlungsfähigen Stimmbänder zum Schwingen.“ Stimmlich überzeugend sind die Leistungen des Ensembles in dieser Produktion, die sowohl „wunderbar gemütvolle Soli, als auch harmonisch abgestimmte Duette“ beinhaltet. Durch die bis zum Schluss spannungsgeladene Handlung, welche von einer „temporeichen, dynamischen Inszenierung“ von Matthias Davids begleitet wird „entsteht ein Sog dem man sich kaum entziehen kann - und auch nicht will.“ Nagl war ebenso von der abwechslungsreichen musikalischen Begleitung begeistert, welche einen Streifzug quer durch die Musikgenres bot. Das Fazit lautet: „Sehenswert und hörenswert!“

Als „grandios umgesetztes, energiegeladenes Musical mit einer gigantischen Ladung Gefühl“ bezeichnet Lena Aschauer von der Kronen Zeitung die neue Produktion der Musical-Kompanie. Das „intelligente und anspruchsvolle Stück mit ihren brillanten Darstellern“ wird unter der „famosen Regie von Matthias Davids“ zu einem wahren Meisterwerk, „das man gesehen haben muss.“ Aschauer ist besonders von den Leistungen des Ensembles begeistert, die sowohl mit „Authentizität als auch durch „beeindruckende Stimmen“ und viel „Sympathie“ überzeugen. Gleiches Lob gibt es auch für die Band, die „unter Kai Tietje mit großer Vielseitigkeit“ überzeugt. Auch das „Bühnenbild von Sanne Danz, die Kostüme von Richard Stockinger und das Staging von Michael Schmieder harmonieren perfekt.“ Trotz einer für das Musical etwas anderen Art der Thematik, überzeugt Next to Normal durchwegs und „beweist damit auch die Vielschichtigkeit des Genres Musical.“

Andreas Hutter vom Neuen Volksblatt bezeichnet Next to Normal als „irren Musical-Hit.“ „Ein flottes Musical mit Gehalt.“ In der neuen Produktion überzeugen vor allem die „Charaktere, die sowohl stimmlich als auch darstellerisch fein gezeichnet sind.“ „Allen voran von Hauptdarstellerin Kristin Hölck, die eine durchgehend formidable Leistung bietet.“ Auch Regisseur Matthias Davids liefert mit „ineinanderfließenden Szenen“ eine rasante, abwechslungsreiche Inszenierung. Lob gibt es auch für das „praktikable sowie optisch ansprechende Bühnenbild“, das dem Geschehen auf der Bühne eine passende Begleitung bietet und mit „übereinanderliegenden Spielflächen ebenso seelische Befindlichkeiten widerspiegelt.“ Eine hervorragende Leistung der Musicalsparte, die sogar mit „Standing Ovations“ belohnt wurde.

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Landestheater wird zur Schreibwerkstatt

Donnerstag, 9. Januar 2014

Das Landestheater Linz startet diesen März eine Schreibwerkstatt ab 15 Jahren. Das Projekt leitet Regisseurin und Schauspielerin Nora Dirisamer.

Schreibbegeisterte Leute aufgepasst! Im März startet im Rahmen des theaterpädagogischen Angebots des u\hof: Theater für junges Publikum eine SCHREIBWERKSTATT. Diese ist für alle ab 15 Jahren gedacht, die gerne schreiben und Lust darauf haben, zum Thema KATASTROPHE! Texte unterschiedlichen Formats zu kreieren. Ob Kurzgeschichte, Ballade, Essay, Gedicht oder Theaterstück – jedes Genre ist erlaubt.

Anleitung und Schützenhilfe dabei gibt Regisseurin und Schauspielerin Nora Dirisamer.


Gemeinsam mit den THEATERSTUDIOS werden im Rahmen eines KATASTROPHEN!-Wochenendes (12. - 14. Juni 2014) sowohl die Ergebnisse der THEATERSTUDIOS als auch die Arbeiten aus der SCHREIBWERKSTATT präsentiert.

Termine für die SCHREIBWERKSTATT:
Auftaktveranstaltung Sa, 1. März 2014, 10.00 - 12.30 Uhr
Folgetermine: Mi 5., Di 11.,Fr 14., Di 18., Di 25. März 2014, jeweils 17.30 - 21.00 Uhr

Anmeldung per E-Mail unter: held@landestheater-linz.at

Anmeldeschluss: So, 16. Februar 2014

Neues von den Jungkritiker_innen

Mittwoch, 8. Januar 2014


Unsere jungen KritikerInnen melden sich wieder zu Wort und berichten von den aktuellen Stücken des Musical-Ensembles. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Nachlese - Schule mit Clowns



Am 19. Dezember 2013 standen vier Clowns im u\hof: im Mittelpunkt und wurden von der Presse am Samstag, den 21. Dezember, mit Begeisterung gelobt:

Andreas Hutter vom Neuen Volksblatt lobt den Einsatz von Slapstick und Klamauk der Regisseurin Brigitta Waschnig und auch „Bühnenbildner Jan Meier hat dafür eine im Dezember-Nebel aufheiternd bunte Manege geschaffen.“ Das u\hof:-Ensemble als Clownschüler „gefiel in ebenso bunten Kostümen […] auch den Premierenklassen.“

„Turbulenter Theaterspaß“ wird in der Kronen Zeitung von Milli Hornegger bereits im Titel angekündigt. Die Journalistin empfand die Inszenierung „stellenweise ein bisserl zu überdreht“, doch sie konnte sich von dem lachenden, kichernden Publikum im Volksschulalter mitreißen lassen und schließt daraus: „So gesehen kann Regisseurin Brigitta Waschnig eigentlich nichts falsch gemacht haben.“ Auch die Schauspieler und Schauspielerinnen werden lobend erwähnt: „Sabrina Rupp, Katharina Stehr, Wenzel Brücher und Markus Pendzialek widersetzen sich als angehende Clowns mit Inbrunst - und sehr musikalisch - den Dompteurversuchen von Birgit Schwamberger-Kunst.“ Abschließend zollt Milli Hornegger dem Ensemble auf gut clownisch „Räspeckt“!

In den Oberösterreichischen Nachrichten fand auch Peter Grubmüller keinen Grund, diese „Schulklasse zum Abbusseln“ zu kritisieren. Besonders Birgit Schwamberger-Kunst wird mit ihrem „grandios komischen Talent“ hervorgehoben.

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Nachlese - Die Fledermaus

Freitag, 20. Dezember 2013



Vergangenen Samstag, am 14. Dezember 2013 feierte die Neuproduktion von Johann Strauß’ Fledermaus in einer modernen sowie politisch brisanten Inszenierung Premiere im Linzer Musiktheater. So wurde die Fledermaus von den Medien rezipiert:

Michael Wruss von den Oberösterreichischen Nachrichten bezeichnet die „Linzer Fledermaus“ als eine „modernisierte Inszenierung“, die vor allem durch die „kreativen Comedy-Kostüme“ besticht. „Musikalisch herausragend“ empfand Wruss die Leistung des Ensembles. Allen voran Katerina Hebelkova, die „einen brillanten Orlofsky sang“ und damit als „Star des Abends“ galt, sowie Elisabeth Breuer, die als Adele beeindruckte. „Sie verstand es perfekt, ihre beiden Arien musikalisch und gestalterisch zu inszenieren.“ Auch die Männer wussten an diesem Abend zu überzeugen, vor allem Iurie Ciobanu, der „einen höchst ordentlichen Alfred mimte“ und Reinhold G. Moritz, der in seiner Rolle als „Frosch einen blendenden Auftritt“ hinlegte. Lob gab es ebenso für das „gut besetzte übrige Ensemble, den Chor und die effektvolle Musik“ unter der Leitung von Dirigent Marc Reibel.

Als „musikalisch gut gelungen“ beschreibt Paul Stepanek vom Neuen Volksblatt die Fledermaus-Neuinszenierung am Linzer Musiktheater. Die „ausgezeichnete“ Leistung des Chors sowie die Musiker des Bruckner Orchesters lassen „Johann Strauß’ Musik nuanciert hochleben.“ Insbesondere die Leistung des „ambitionierten Ensembles“ wird besonders hervorgehoben. Vor allem Katerina Hebelkova sticht durch ihre „bühnenbeherrschenden Auftritte, die Champagner-Atmosphäre prickeln lassen“ hervor. Auch Elisabeth Breuer überzeugt als „spielfreudige Linzerische Adele“, ebenso Matthäus Schmidlechner, der einen „stimmlich wie komödiantisch sattelfesten Eisenstein“ mimt.

Wiltrud Hackl vom Standard beschreibt die Linzer Fledermaus-Inszenierung als „mutig“, da diese „ein durchaus aktuelles Porträt der österreichischen Seele“ darstellt. Die „bissig-komische Handlung“ kommt vor allem durch den großartigen Justizbeamten Frosch, der auf dem Punkt und komisch Regierungsbildung und Swap-Affäre kommentiert“, zur Geltung. Als „stimmlich-gesanglich herausragender und strenger Prinz“ brilliert Katerina Hebelkova in ihrer Rolle als Prinz Orlofsky. Ebenso „begeisterte Elisabeth Breuer gesanglich wie als Schauspielerin.“ Da der Operettenklassiker mit den üblichen „Erwartungshaltungen brach“, überraschte die Linzer Fledermaus insgesamt mit einer „gelungenen Inszenierung.“

Als „freundliche Aufnahme“ mit einem „politischen Frosch“ beschreibt Balduin Sulzer von der Kronen Zeitung die Fledermaus-Premiere. Reinhold G. Moritz, bot in seiner Rolle als Justizbeamter Frosch, der “fabelhaft unterhaltsam blödelnd die politische Gegenwart kommentierte, zweifellos die lustigste Szenen des Abends.“ Lob gibt es auch für die „erstklassige Damenriege mit Elisabeth Breuer (Adele), Sonja Gornik (Rosalinde), Katerina Hebelkova (Prinz Orlofsky) sowie Martina Fender (Ida), die sich „stimmlich wie optisch“ in das Geschehen perfekt einfügten. Allen voran „glänzte das effektkundige Bruckner Orchester unter dem vitalen Dirigat Marc Reibels, das in der Gestaltung von Tempo, Dynamik, Klangfarbe und Artikulation die Bewunderung der Zuhörerschaft zu erregen vermochte.“ „Eine Freude fürs Auge“ boten zudem die Kostüme von Yashi Tabassomi.

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Nachlese - Komödie im Dunkeln



Am 7. Dezember 2013 feierte Peter Shaffers Komödie im Dunkeln in den Linzer Kammerspielen eine äußert vergnügliche Premiere, bei der im Dunkeln so manche Wahrheit ans Licht gekommen ist. Hier die Pressestimmen dazu:

Philipp Wagenhofer vom Neuen Volksblatt beschreibt die Inszenierung als ein „Tiki-Taka komischer Gags“. In der „belachten Inszenierung“ von Regisseur Peter Wittenberg, die von Verwechslungen nur so strotzt, wird durch „Schein und Sein, Lug und Trug […] ein Feuerwerk an treffendem Slapstick entzündet.“ Besonders hervorzuheben ist die Leistung des „starken Ensembles, das dem Regisseur zur Verfügung steht.“ Die beiden Hauptdarsteller Jenny Weichert und Christian Manuel Oliveira überzeugen mit „akrobatischen, halsbrecherischen Verrenkungen“ und „Glaubwürdigkeit“ in ihren Darbietungen im Dunkeln. Lob gibt es auch für die anderen beteiligten Schauspieler, die auf je unterschiedliche Art und Weise ihre Rolle zum Besten geben. „Besonderes Licht sei auf Bettina Buchholz als Miss Furnival gerichtet, die als gläubige, dem Teufel Alkohol anheimfallende Jungfer einige Facetten zu bieten hat.“

Als „flotte eineinhalb Stunden mit Situationskomik und Slapstick“ beschreibt Silvia Nagl von den OÖ Nachrichten die „vergnügliche Premiere“. Auch der „Anspruch, das Publikum zum Lachen zu bringen, ist geglückt.“ Nagl ist ebenfalls von der außerordentlichen Leistung des Ensembles begeistert. „Diese Inszenierung von Peter Wittenberg fordert das Darstellerteam mit koordinativen Kunstfertigkeiten und lässt es damit brillieren.“ Damit verweist Nagl insbesondere auf die akrobatische Leistung von Jenny Weichert, die „punktgenau mit dem Hinterteil auf der von hinten auf sie zufliegenden Matratze landet und damit die Treppe hinunterrutscht.“ Auch Christian Manuel Oliveira beweist sein Geschick sich im Dunkeln zu Recht zu finden: „Ein humoristisches und auch choreografisches Gustostückerl ist, wenn er die dem Nachbarn entlehnten Möbel herumschleppt und an den anderen vorbeischummelt.“ Mit „Witz, Können und Spaß an der Sache tapsen, grapschen, stolpern und schrammen die Darsteller nur knapp an fatalen Zusammenstößen und peinlichen Begegnungen vorbei.“

Milli Hornegger von der Kronen Zeitung ist nach der Premiere des Stücks überzeugt, dass es ein „Kassenschlager werden könnte“, denn über die „deftigen Verwirrungen in der Finsternis hat sich das „Premierenpublikum, jedenfalls unüberhörbar gut unterhalten.“ Hornegger hebt in ihrer Kritik ebenfalls die besondere Leistung der DarstellerInnen hervor, „die sich als perfekte KomödiantInnen entpuppen: Bettina Buchholz ist eine anbetungswürdige Miss Furnival, Christian Manuel Oliveira rackert sich als Brindsley in den Komödien-Kosmos […].“ „Manuel Klein bringt zu guter Letzt den Schwank dann noch richtig zum Leuchten.“

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Nachlese - Raus aus dem Haus

Montag, 9. Dezember 2013



Am Samstag, dem 30. November sorgte nach Lynx, der Luchs in der vorherigen Spielsaison, die Premiere der diesjährigen Kinderoper Raus aus dem Haus von dem Linzer Komponisten David Wagner erneut für viel Vergnügen. Davon zeigten sich auch die VertreterInnen der Medien beeindruckt:

Als „echte Kindergarten-Oper“ bezeichnet Michael Wruss von den OÖ Nachrichten die Kinderoper „Raus aus dem Haus“ und verweist damit auf „das Motto „Rein in den Tag“, nach dem Kinder ihren Lebensraum erkunden.“ Als „perfekt umgesetzt“ bezeichnet Michael Wruss die gelungene Inszenierung durch Andrija Repec. Auch die „zauberhaften Bühnenbilder von Angelika Daphne Katzinger, die an aufklappbare Plüsch-Bilderbücher erinnerten, sorgten für Begeisterung. Anhand „altersgemäßer Inhalte werden die Kinder an die Oper herangeführt.“ Die drei Instrumentalisten, „Christine Mayr (Violine), Johann Reiter (Posaune) und Borys Sitarski (Keyboard und Leitung), legten sich gewaltig ins Zeug und schufen dadurch klanglich große Momente.“ Als „großartig“ bezeichnet Wruss auch die Leistung von Cheryl Lichter und Karen Robertson, die „ein perfektes Spiel boten und bezaubernd mit den Kindern interagierten.“

Balduin Sulzer von der Kronen Zeitung schätzt an der neuen Kinderoper „Raus aus dem Haus“, dass die „kleinen Zuhörer erleben, wie man sich singend besonders persönlich ausdrücken kann.“ Die Oper zeigt, dass der Einsatz „hoher und tiefer Töne, lauter und leiser, rhythmisch getanzter und mimisch pointierter Töne“ dazu beiträgt „sich sinnvoll auszudrücken.“ „Die zuhörenden Kleinkinder waren fasziniert und ahmten - oft gekonnt - das Wahrgenommene in Ton und Gestik an Ort und Stelle nach.“ In Kombination mit der Musik, welche von dem „Instrumentalensemble gekonnt umgesetzt wurde“ und für die „Sängerinnen Cheryl Lichter und Karen Robertson einen großen Klang schufen“, ergab sich ein „spürbarer Erfolg.“

Paul Stepanek vom Neuen Volksblatt findet es „richtig, wichtig und verdienstvoll“, dass mit dem Stück „Raus aus dem Haus“, auch „das ganz junge Publikum altersgemäß mit der Oper vertraut gemacht wird.“ Paul Stepanek lobte zudem die „ideenreich und reizvolle Musik“, welche David Wagner zu dem Stück komponierte, „welche von den Instrumentalisten Christine Mayer (Violine), Borys Sitarski (Keyboard) und Johann Reiter (Posaune) ausgezeichnet präsentiert wurde.“ Großen Zuspruch gab es ebenfalls für die Darbietung von Cheryl Lichter und Karen Robertson, „die singen und spielen was das Zeug hält.“ Insgesamt besticht die kindgerechte Inszenierung unter der Regie von Andrija Repec durch „Originalität und Abwechslung“, welche anhand der „fantasievollen Kostüme und dem originell-kauzigen Bühnenbild von Angelika Daphne Katzinger, gekonnt umgesetzt wurde.

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Nachlese - Eine Woche voller Samstage



Am Sonntag, dem 17. November sorgte die Premiere des diesjährigen Märchens und Kinderstücks Eine Woche voller Samstage für viel Vergnügen und Freude. Davon zeigten sich auch die VertreterInnen der Medien beeindruckt:

Milli Hornegger von der Kronen Zeitung bezeichnet es als eine „famose Kinder-Komödie“. Das „entzückende Theaterstück mit einem liebenswerten Sams“ verzaubert das Premierenpublikum im Linzer Landestheater. Besonders begeistert ist sie von Sams-Darstellerin Katharina Wawrik, „die als Sams eine Punktlandung hinlegt und die Herzen der Zuschauer gar nicht wie im Sturm, das war schon eher ein Orkan, erobert.“ Lob gab es auch für Klaus Köhler, der in seiner Darbietung als Herr Taschenbier „alle komödiantischen Trümpfe ausspielt“ und „Slapstick vom Feinsten“ bietet. Auch Angela Waidmann, Joachim Rathke und Bruckneruni-Studenten Oskar-Wolf Meier und Patricia Windhab überzeugen in ihren Rollen.

Als „eine ganz liebe Mischung aus Affe, Schwein und Kind“ bezeichnet Silvia Nagl von den OÖ Nachrichten die die Hauptfigur des Sams. „Katharina Schwarz hat die sowieso sehr nette Geschichte für die Bühne mit viel Charme, Humor, Ideenreichtum und Slapstick umgesetzt.“ Katharina Wawrik in der Rolle des Sams beschreibt Silvia Nagl als „frech, warmherzig, lustig und immer zum Blödeln und Spaßen aufgelegt, der einfach nur zum Abbusseln und Liebhaben ist.“ Als besonders zum Stück passend befindet sie die „farbharmonisch grellbunten Kostüme“ von Cornelia Kraske. Ein „Bravo gibt es auch für Bruckneruni-Student Oskar-Wolf Meier, der als Eisbär den Moonwalk tanzt.“ Insgesamt bietet die Inszenierung „eineinhalb Stunden Vergnügen pur - für alle Altersstufen.“

Laut Melanie Wagenhofer vom Neuen Volksblatt „beschert das Linzer Landestheater mit dem diesjährige Märchen „Eine Woche voller Samstage“ ein köstliches Weihnachtgeschenk.“ Begeisterung gab es vor allem das „mit viel Karton und Mustertapeten ausgestattete Bühnenbild von Georg Lindorfer sowie „grässlichen“ Klamotten von Cornelia Kraske“, welche ein authentisches Revival der 70er Jahre auf der Bühne bescherten. Katharina Wawrik als Sams beschreibt sie als ein „rastloses, kreischendes allesfressendes Springinkerl, das überall dran und drin ist.“ Klaus Köhler überzeugt als Herr Taschenbier ebenfalls mit komödiantischem Talent“ und gemeinsam mit dem Sams eine „herrliche Situationskomik“ auf der Bühne entstehen lässt.

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