Preview - Dido und Aeneas
Mittwoch, 23. Oktober 2013
Ein Anliegen, das Daniela Kurz sehr wichtig ist, und das sie auch bereits in ihrer Inszenierung Orphée am Landestheater Linz praktizierte, ist das Verschmelzen der Sparten. Am Theatermachen im 21. Jahrhundert interessiere Kurz "das Miteinander aller Sparten". So sind neben Sängern und Musikern auch Tänzer mit von der Partie. "Es war eine große Freude im Probenprozess, eine gemeinsame Sprache der Tänzer und Sänger zu entwickeln", so Kurz, die ursprünglich aus dem Tanztheater kommt.
"Für die Lateiner unter uns, dürfte die Geschichte von Dido und Aeneas bekannt sein", leitet Dramaturg Thomas Barthol ein. In aller Kürze sei sie dennoch noch einmal erzählt: Dido, die Königin von Karthago brachte ihre Stadt zu großem Reichtum und etablierte sie als Wirtschaftsmacht. Der Liebe hat sie allerdings abgeschworen. Als Aeneas aus Troja flieht, kommt es zum Unausweichlichen: Mezzo-Sopran und Bariton treffen aufeinander und verlieben sich. In der Oper ist es eine missgünstige Zauberin, die Dido zerstören will und der es schließlich durch eine List gelingt, Aeneas von Dido wegzuschicken. Aus Verzweiflung über den Verrat ihrer Liebe, wählt Dido den Freitod.
Diese reichhaltige Geschichte wird in hoch-essenziellen Passagen erzählt und auf den Punkt gebracht. Für Daniela Kurz ist Dido und Aeneas "zeitlos und dadurch zeitgenössisch, ohne Manierismen".
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